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Der TagBericht: Provinzen richten Konten für Evergrande-Projekte ein

26.09.2021, 11:07 Uhr

In China droht nach wie vor der Kollaps des hoch verschuldeten Immobilienriesen Evergrande. Was passiert mit den zahlreichen unvollendeten Bauprojekten? Mehrere chinesische Lokalregierungen sollen inzwischen Vorkehrungen getroffen haben und Depotkonten für diese Projekte eingerichtet haben. So solle sichergestellt werden, dass die Gelder von Immobilienkäufern für die Fertigstellung von Bauvorhaben verwendet werden und nicht für andere Zwecke, etwa für Zahlungen an Gläubiger, berichtet das Finanzmagazin "Caixin". In mindestens acht Provinzen, in denen Evergrande die meisten noch nicht beendeten Projekte habe, seien diese Konten seit Ende August eingerichtet worden, zitierte das Magazin eine Person aus dem Umfeld des Immobilienkonzerns. Die Sorge vor einem Zusammenbruch bekam am Freitag nochmal Auftrieb, als Evergrande eine Zahlungsfrist für Anleihezinsen kommentarlos verstreichen ließ. Die Aktie brach daraufhin um zwölf Prozent ein.

Quelle: ntv.de