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Der TagBericht: Stephan E. spricht von "Abneigung" gegen Lübcke

28.11.2019, 08:29 Uhr
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Stephan E. sitzt in Untersuchungshaft. (Foto: picture alliance/dpa)

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wird in der Nacht zum 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen. Tatverdächtig ist Stephan E. Der Rechtsradikale legt ein Geständnis ab und widerruft es später. Sein Anwalt spricht von einem möglichen Mittäter. In Kürze soll ein neues Geständnis folgen.

  • Reporter des ARD-Magazins "Panorama" haben Fragen an den in Untersuchungshaft sitzenden E. geschickt. Dass er diese teilweise beantwortete, begründete der mutmaßliche Lübcke-Mörder damit, dass sein öffentliches Image "so nicht richtig" sei. Alle Fragen zu der Tat und den Tatumständen ließ E. dem Bericht zufolge offen.

  • Als ein Motiv nennt er seine Abneigung gegen Lübcke. 2015 sei er bei einer Veranstaltung mit Lübcke gewesen, bei der der CDU-Politiker radikale Gegner einer geplanten Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zurechtgewiesen habe.

  • "Ich war empört", wird E. zitiert. "Ich konnte es nicht fassen, dass ein Politiker weiten Teilen der Bevölkerung nahelegt, das Land zu verlassen, weil sie anderer Meinung sind zu dieser Thematik."

  • Wen er als zweiten Täter womöglich in seinem neuen Geständnis benennen könnte, dazu ließ sich Stephan E. nicht aus.