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Der TagBerliner Behörden besorgt wegen "Islamseminaren"

14.06.2016, 20:47 Uhr

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Im Fokus der Sicherheitsbehörden: Die Al-Nur-Moschee in Berlin-Neukölln. (Foto: imago/Schöning)

Die ideologische Schulung junger Muslime in salafistisch geprägten "Islamseminaren" bereitet den Berliner Sicherheitsbehörden Sorge.

  • Die Seminare fänden regelmäßig in verschiedenen Berliner Moscheen statt und würden von Muslimen aus ganz Deutschland besucht. Sie dienten "der Vermittlung eines salafistischen Islamverständnisses und salafistischer Ideologie", heißt es im Bericht des Verfassungsschutzes für 2015.

  • Islamseminare zur Radikalisierung gab es demnach in der Al-Nur-Moschee in Neukölln, der As-Sahaba-Moschee in Wedding und der Ibrahim al-Khalil-Moschee in Tempelhof. Ein weiterer Treffpunkt von Salafisten ist dem Bericht zufolge die Moschee des Vereins Fussilet 33 e.V. im Stadtteil Moabit.

  • Die Zahl der Salafisten in Berlin ist bis Ende April 2016 auf 710 gestiegen. 100 Islamisten seien in den vergangenen Jahren in Richtung der Kriegsgebiete im Nahen Osten ausgereist. Die meisten kamen aus den Berliner Stadtteilen Neukölln, Wedding und Reinickendorf.

Quelle: ntv.de