Der TagBerliner Gericht verurteilt iranischen Spion
Mustufa Haidar S. muss sich vor Gericht verantworten. Der Vorwurf ist allerdings eher ungewöhnlich: Dem Pakistaner wird eine geheimdienstliche Agententätigkeit vorgeworfen. Er soll für den Iran spioniert haben:
Der für Staatsschutzthemen zuständige Senat des Berliner Kammergerichts verurteilt S. dafür zu vier Jahren und drei Monaten Gefängnis.
Laut Gericht spähte S. spätestens seit Sommer 2015 potenzielle Anschlagsziele aus. Er war 2012 für ein Studium nach Deutschland gekommen.
S. erhielt dafür 2052 Euro vom Nachrichtendienst der Kuds-Kräfte, einer Spezialeinheit der iranischen Revolutionsgarden.
Ein Verfassungsschutzmitarbeiter hatte ausgesagt, dass der Iran die Informationen gesammelt habe, um im Kriegsfall eine Liste leicht zu treffender Anschlagsziele vorliegen zu haben.