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Der TagBerlins Regierungschef Wegner will bei Kanzler-Frage mitreden

20.03.2024, 11:13 Uhr

Ziemlich beste Freunde sind sie wohl nicht: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und Friedrich Merz hatten in den vergangenen Monaten mehrmals Differenzen. Hauptstreitpunkt ist die Schuldenbremse im Grundgesetz. Wegner fordert eine Reform, was Merz ablehnt. Merz hatte Wegner dafür Ende 2023 öffentlich kritisiert. Auch in der Bewertung einer Koalition mit den Grünen lagen beide zeitweise über Kreuz. Jetzt gibt der Berliner CDU-Landeschef zu Protokoll, dass er Mitsprache der Ministerpräsidenten und CDU-Landesvorsitzenden bei der Auswahl des Kanzlerkandidaten der Union im Herbst fordert.

Gefragt nach Merz sagte Wegner dem "Tagesspiegel": "Aus heutiger Sicht ist klar: Wir haben einen Parteivorsitzenden und einen Fraktionsvorsitzenden, der einen guten Job macht. Wir haben gute Umfragewerte. Selbstverständlich ist Friedrich Merz in der Favoritenrolle. Wir müssen aber in einem geordneten Verfahren und in größtmöglicher Geschlossenheit unseren Kanzlerkandidaten nominieren. Die Ministerpräsidenten und Landesvorsitzenden werden sicherlich dabei ein gewichtiges Wort haben." Auf die Frage, ob er für Merz Wahlkampf machen würde, antwortete Wegner: "Selbstverständlich."

Quelle: ntv.de