Der TagBetrug bei der Führerscheinprüfung - Minikameras und Kopfhörer
Die Täuschungsversuche bei der Führerscheinprüfung werden nach Einschätzung des TÜV-Verbands häufig professionell organisiert. Bundesweit kämen in 36 Prozent der Fälle technische Hilfsmittel wie kaum sichtbare Ohrhörer, Mini-Kameras oder andere versteckte Kommunikationsgeräte zum Einsatz. In weiteren 17 Prozent wurden sogenannte Stellvertreter entdeckt, die die Prüfung für eine andere Person ablegen sollten.
Der TÜV-Verband fordert strengere Maßnahmen bei Betrugsversuchen, wie etwa eine Sperrfrist von neun Monaten bis zum nächsten Prüfungsversuch oder eine medizinisch-psychologische Untersuchung zur Überprüfung der Fahreignung. Zudem sollen rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden, um Täuschungsversuche in besonders schweren Fällen, etwa in organisierten Zusammenhängen, künftig als Straftat zu werten, auch für Personen, die dabei Beihilfe leisten.