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Der TagBewaffnete überfallen Schule in Nigeria und entführen mehr als 200 Kinder

08.03.2024, 09:47 Uhr
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Der Staat schafft es in Nigeria nicht, die Bevölkerung vor Dschihadisten und kriminellen Banden zu beschützen. (Foto: dpa)

Schulen überfallen, die Beschäftigten erschießen, die Kinder entführen und Lösegeld fordern - das machen kriminelle Banden in Nigeria quasi regelmäßig zur Finanzierung. Gestern sind im Nordwesten des Landes wieder Bewaffnete in eine Schule eingedrungen und haben nach Angaben von Anwohnenden und eines Lehrers mehr als 200 Kinder entführt. Örtliche Behörden im Bundesstaat Kaduna bestätigten Entführungen von Kindern aus der Schule in Kuriga. Sie erklärten aber, die Anzahl der Verschleppten noch nicht festgestellt zu haben. Nach Angaben örtlicher Bewohner wurde mindestens ein Mensch bei dem Angriff getötet.

Hunderte Schulkinder und Studierende wurden in den vergangenen Jahren bei Massenentführungen in den Regionen im Nordwesten und im Zentrum Nigerias verschleppt - auch in Kaduna. Nach Wochen oder Monaten in versteckten Waldlagern wurden fast alle nach Zahlung von Lösegeld freigelassen. Präsident Bola Ahmed Tinubu war im vergangenen Jahr mit dem Versprechen gewählt worden, etwas gegen die schlechte Sicherheitslage im Land zu tun. Kritikern zufolge hat sich seither jedoch nicht viel getan.

Quelle: ntv.de