Der TagBieter hat große Pläne: DDR-Insel "Ostervilm" für 60.000 Euro versteigert

Das Mindestgebot lag bei 39.000 Euro. Heute ist die marode Ostsee-Plattform "Ostervilm" für ganze 60.000 Euro ersteigert worden. Den Zuschlag für die wohl ungewöhnlichste Immobilie Deutschlands erhielt das österreichische Unternehmen McCube, das auf modulare Fertighäuser spezialisiert ist. Der Chef des Unternehmens, Oliver Pesendorfer, sagte, er könne sich vorstellen, die zwischen der Halbinsel Reddevitz und der Insel Vilm im Greifswalder Bodden liegende künstliche Insel als Kultur- und Veranstaltungsort zu nutzen. Auch die Ausrichtung von Hochzeiten auf der 250 Quadratmeter großen Plattform sei möglich. Ursprünglich errichtet worden war die Anlage in den 1950er-Jahren für die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR als Entmagnetisierungsstation.
Eigentlich wollte Pesendorfer die Insel allein ersteigern, hatte sich dann nach eigenen Angaben aber mit einem weiteren Bieter zusammengetan. Beide hätten sich erst kurz vor der Auktion kennengelernt und spontan darauf verständigt, gemeinsam für die Insel zu bieten. Inwiefern dieses Duo die ambitionierten Pläne tatsächlich umsetzen kann, bleibt abzuwarten.