Der Tag

Der TagBillig-Modehändler Shein verkauft Kleidung mit gefährlichen Chemikalien

05.03.2026, 14:55 Uhr

Der asiatische Billig-Modehändler Shein bietet auf seiner Plattform nach Recherchen von Greenpeace weiterhin Kleidung an, die mit gefährlichen Chemikalien belastet ist. Eine Untersuchung des Bremer Umweltinstituts im Januar habe ergeben, dass viele der auf der Online-Plattform angebotenen Kleidungsstücke nach wie vor die Grenzwerte der europäische Chemikalienverordnung überschritten, erklärten die Umweltschützer am Donnerstag.

Greenpeace hatte den Angaben nach bereits im November eine Reihe von mit gefährlichen Chemikalien belasteten Produkten von Shein gefunden. Das Unternehmen habe daraufhin angekündigt, die betroffenen Artikel vom Markt zu nehmen. Im Januar seien dann identische oder sehr ähnliche Produkte wie im November untersucht worden - mit sehr ähnlichen Ergebnissen, erklärte Greenpeace. Tatsächlich habe Shein lediglich beanstandete Produktnummern entfernt.

Ein Sprecher von Shein sagt dazu: "Der konstruktive Austausch mit Greenpeace ist uns sehr wichtig. Im Rahmen der Aufarbeitung der aktuellen Test-Ergebnisse haben wir unabhängige Testinstitute damit beauftragt, weitere Untersuchungen der identifizierten Produkte durchzuführen. Alle in dem vorherigen Bericht von Greenpeace genannten Produkte wurden umgehend weltweit von unserer Plattform entfernt, wie es unsere eigenen Standardprotokolle vorschreiben. Die Produkte sind auch weiterhin nicht auf unserer Website gelistet."

Auch die in dem vorliegenden Bericht identifizierten Produkte habe Shein unmittelbar entfernt, nachdem es über die Ergebnisse informiert worden sei. Gleichzeitig führe man weitere eigene Tests durch. Weiter heißt es: "Wir setzen uns mit den Bedenken hinsichtlich unserer Prozesse im Umgang mit solchen Fällen auseinander und erkennen an, dass dieser Vorgang Bereiche aufzeigt, in denen unsere Kontrollen weiter gestärkt werden können. Unmittelbar nachdem wir von den Bedenken erfahren haben, haben wir Maßnahmen eingeleitet, um Verbesserungspotenziale bezüglich unserer Schutzmaßnahmen zu identifizieren."

Quelle: ntv.de