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Der TagBlatter: Beim DFB "stimmt etwas nicht"

15.04.2016, 20:31 Uhr

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Joseph Blatter trat bei einer Podiumsdiskussion an der Universität Basel auf. (Foto: REUTERS)

Der frühere Fifa-Präsident Joseph S. Blatter hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) für dessen Umgang mit dem Skandal um die Vergabe der WM 2006 kritisiert.

  • "Wenn der größte Sportverband der Welt nicht imstande ist, seine eigenen Probleme intern zu lösen, dann stimmt doch etwas nicht mehr. Ganz ehrlich", sagte Blatter.

  • Dass sich der DFB für die Aufarbeitung an die Wirtschaftskanzlei Freshfields wandte und diese ihren Untersuchungsbericht öffentlich machte, scheint Blatter nur schwer nachvollziehen zu können: "Sie geben einer Firma - außerhalb des Fußballs - ein Mandat, und sagen ihr: 'Bitte, erstellt uns einen Bericht.' Und sie vergessen zu sagen, dass dieser Bericht vertraulich ist."

  • Von der dubiosen Millionenzahlung, die 2002 aus Deutschland über den Umweg eines Beckenbauer-Kontos nach Katar floss, wollte Blatter erneut keine Kenntnis gehabt haben.

Der DFB hat heute Reinhard Grindel zum neuen Verbandspräsidenten gewählt. Er folgt auf Wolfgang Niersbach, der wegen der Affäre seinen Rücktritt erklärt hatte.

Quelle: ntv.de