Der Tag"Blutregen" färbt Himmel rot und erschwert Spaniern das Atmen

Die Spanier nennen das Phänomen "lluvia de sangre" ("Blutregen"), weil es normalerweise von Niederschlägen begleitet wird - was diesmal aber nicht der Fall war: Ein Tiefdruckgebiet verursachte heute Winde, die den Wüstenstaub von Afrika in mehrere spanische Städte transportierten. Unmengen von Staub aus der Sahara haben weite Teile Spaniens in Gelb, Orange und Rot getaucht. Staubschichten bedeckten Gehwege und Straßen, Dächer und Fahrzeuge.
Betroffen waren unter anderem Städte wie Almería im Süden, Alicante, Valencia und Cartagena im Osten und Madrid und Segovia im Zentrum des Landes. Wie viele Ärzte warnte auch Madrids Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida, die Qualität der Luft sei aufgrund des Staubs sehr schlecht. Man solle Aktivitäten im Freien möglichst vermeiden. Viele gingen trotzdem auf die Straße, um Fotos zu machen oder ein bisschen Wüstenstaub aufzusammeln und nach Hause zu tragen.