Der TagBollinger sieht AfD nunmehr als "die Arbeiterpartei"
Nach ihren deutlichen Stimmenzuwächsen bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat die AfD ihr großes Wählerpotenzial in der Arbeiterschaft betont. Es mache die AfD "glücklich, dass wir jetzt die Arbeiterpartei sind", sagte Spitzenkandidat Jan Bollinger in Mainz. Die Partei war bei der Wahl am Sonntag mit 19,5 Prozent auf dem dritten Platz gelandet und konnte ihr Ergebnis damit mehr als verdoppeln. "Wir sind auch die Partei, die von Arbeitern am meisten gewählt wird in Rheinland-Pfalz", behauptete Bollinger. Zugleich verwies er auf die vielen jungen Menschen, die ihr Kreuz bei der AfD gemacht hätten - denn sie spürten "die Politik der Etablierten besonders". Jüngere Menschen hätten auch eine andere Mediennutzung als Ältere und informierten sich etwa stärker über soziale Medien, wo sie sich "ein eigenes Bild machen". Die AfD zielte damit auch auf die SPD als klassische Arbeiterpartei ab, die bei der Wahl am Sonntag auf dem zweiten Platz gelandet war und die Regierungsverantwortung in Mainz damit nach 35 Jahren an die CDU abgibt.