Der Tag

Der TagBritischer Premier empfiehlt übergewichtigen Arbeitslosen Abnehmspritze

15.10.2024, 10:36 Uhr

Liebe Leserinnen und Leser, ich bin ehrlich. Als ich diese Meldung gelesen habe, dachte ich kurz an einen Scherz. Doch da der 1. April noch in weiter Ferne ist und es offizielle Statements dazu in seriösen Medien gibt, steht fest: Keir Starmer und seine Regierung meinen es ernst. Im Kampf gegen starkes Übergewicht wirbt die britische Regierung nämlich dafür, dass sich übergewichtige Arbeitslose Abnehmmittel spritzen. Die Medikamente könnten Menschen helfen, in den Arbeitsmarkt zurückzukehren, sagte Starmer der BBC. Das würde sowohl der Wirtschaft helfen als auch den maroden staatlichen Gesundheitsdienst NHS entlasten.

Nach Angaben von Gesundheitsminister Wes Streeting kosten Krankheiten im Zusammenhang mit Adipositas den NHS jährlich 11 Milliarden Pfund (13,2 Mrd Euro). "Unsere immer breiter werdenden Hosenbünde stellen auch eine erhebliche Belastung für unser Gesundheitswesen dar", schrieb Streeting in der Zeitung "Telegraph". "Die langfristigen Vorteile dieser Medikamente könnten für unseren Ansatz zur Bekämpfung von Adipositas von enormer Bedeutung sein." Fachleute warnen jedoch, Medikamente seien kein schneller Ersatz für gesunde Ernährung und Bewegung. Die Abnehmspritzen können zudem Risiken und Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall und Erschöpfung haben. Was für Langzeitfolgen die Medikamente mit sich bringen, ist zudem unklar, weil die Mittel noch nicht lange genug im Einsatz sind.

Quelle: ntv.de