Der TagBundesbehörden schaden mit 230.000 Inlandsflügen dem Klima
Die Mitarbeiter der Bundesministerien und ihrer nachgeordneten Behörden gehören zu den deutschen Vielfliegern: Im vergangenen Jahr haben sie 229.116 Flüge im Inland genommen, wie die "Welt" unter Berufung auf das zuständige Bundesinnenministerium berichtet. Besonders viele Flüge buchte demnach das Verteidigungsministerium: Seine Mitarbeiter flogen insgesamt 13.437 Mal inländisch, also 1119 Mal pro Monat.
Grünen-Chef Robert Habeck hatte am Mittwoch vorgeschlagen, dass Beamte künftig in geringerem Umfang als bisher Dienstflüge bezahlt bekommen und auf andere Verkehrsmittel umsteigen sollten. Nun fordern auch Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth und die Vorsitzende des Ausschusses, Sylvia Kotting-Uhl, von den Grünen: Der Umweltausschuss im Bundestag soll künftig mehr auf Videokonferenzen setzen, um die Zahl der Flugreisen zwischen Bonn und Berlin zu senken.
Fliegen ist die klimaschädlichste Art sich fortzubewegen. Und angesichts der Erderhitzung sind gerade Inlandsflüge umstritten, weil es oftmals umweltfreundliche Alternativen gibt, etwa die Bahn. 2018 flogen laut Statistischem Bundesamt 23,5 Millionen Passagiere im Inland.