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Der Tag Bundestag streitet tumultartig über Thüringen-Krise

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Gauland kann nichts Undemokratisches an der Wahl Kemmerichs finden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Aktuelle Stunde im Bundestag über die Regierungskrise in Thüringen fällt erwartungsgemäß heftig aus. Immer wieder überziehen sich die Abgeordneten beider Lager mit lautstarken Zwischenrufen. Auch die Wortwahl lässt nicht zu wünschen übrig: Die Linke-Fraktionsvorsitzende Amira Mohamed Ali wiederholt das Antifa-Motto "Kein Fußbreit den Faschisten". Der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak fragt rhetorisch, warum er selbst den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke stets einen Nazi nenne: "weil er ein Nazi ist".

Und der AfD-Fraktionschef Alexander Gauland zieht historische Vergleiche: Die Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten sei ein normaler Vorgang in einer Demokratie. "Nicht normal ist es in einer Demokratie, das Ergebnis rückgängig zu machen, wie die Kanzlerin es formulierte, weil die abgegebenen Stimmen anrüchig erscheinen. Nicht einmal Walter Ulbricht wäre Merkel hier gefolgt", sagte Gauland. Der SED-Führer habe darauf bestanden, dass die Partei zwar alles in der Hand habe, es aber wenigstens nach außen demokratisch aussehe.

Der ntv-Parlamentsreporter Benjamin Konietzny folgt der Debatte und berichtet hier später ausführlich.

Quelle: ntv.de