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Der TagBundeswehr will bei Einsatz an Schulen "Personalwerbung" meiden

18.03.2024, 16:05 Uhr

Die Bundeswehr hat im vergangenen Jahr mit ihren Jugendoffizieren an Schulen und anderen Einrichtungen 5600 Veranstaltungen durchgeführt und damit 158.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht. Die Zahl nannte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums vor Journalisten in Berlin. Hintergrund ist ein Vorstoß von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger mit Blick auf Russlands Krieg gegen die Ukraine.

Die FDP-Politikerin hatte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe dafür plädiert, Zivilschutzübungen an Schulen abzuhalten, und dazu aufgerufen, ein "unverkrampftes Verhältnis zur Bundeswehr" zu entwickeln. "Ich halte es für wichtig, dass Jugendoffiziere in die Schulen kommen und berichten, was die Bundeswehr für unsere Sicherheit tut." Dass es da Vorbehalte gebe, könne sie nicht nachvollziehen.

Der Zivilschutz sei ein großes Feld, sagte der Bundeswehrsprecher. Wenn es hier Bedarf gebe, den Auftrag und die Aufgaben der Bundeswehr intensiv zu erörtern, stehe man mit den Jugendoffizierinnen und -offizieren natürlich zur Verfügung. Der Sprecher wies darauf hin, dass Besuche in Schulen grundsätzlich nur auf Einladung stattfänden. Die Offiziere hätten den Auftrag, neutral Auftrag und Aufgaben der Bundeswehr sowie Grundsatzfragen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu erläutern. "Und sie haben auf keinen Fall den Auftrag - was zum Teil vermengt wird - Personalwerbung durchzuführen."

Quelle: ntv.de