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Der TagBundesweit noch 750.000 Tiere im "Schweinestau"

20.12.2020, 13:45 Uhr
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Schlachthöfe kommen wegen der erschwerten Arbeitsbedingungen und Corona-Ausbrüchen unter Beschäftigten nicht hinterher. (Foto: picture alliance/dpa)

Der "Schweinestau" angesichts geringerer Schlachtkapazitäten in der Corona-Krise ist für die niedersächsische Agrarministerin Barbara Otte-Kinast keineswegs überwunden. Bundesweit seien etwa 750.000 Schweine "in der Warteschleife", sagte die CDU-Politikerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Lage in den Ställen habe sich "überhaupt noch nicht entspannt".

  • In der Pandemie werden aus Infektionsschutzgründen weniger Schweine geschlachtet. Zudem waren mehrere große Betriebe nach Corona-Ausbrüchen unter den Beschäftigten zumindest zeitweise geschlossen. Das führte zu einem Stau an Schlachtschweinen in der Landwirtschaft.

  • Otte-Kinast wies auf die psychologische Belastung der betroffenen Landwirte hin: "Die Verzweiflung ist riesengroß." Dazu komme, dass die Erzeugerpreise "extrem niedrig" seien, die Landwirte also nur noch wenig Geld für ihre Tiere bekämen.

  • Der Fleischpreis war nach dem Nachweis der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in Ostdeutschland eingebrochen. Wichtige Exportländer wie China hatten deutsche Ware daraufhin gesperrt.

Quelle: ntv.de