Der Tag

Der TagBusfahrer ist mit 45.000 Angst- und Paniktabletten unterwegs

19.03.2026, 13:19 Uhr

In einem Kleinbus hat der Zoll in Mecklenburg-Vorpommern eine große Menge verschreibungspflichtiger Medikamente gegen Angstzustände und Panikstörungen entdeckt. Mehr als 45.000 Tabletten wurden am vergangenen Donnerstag im Rostocker Hafen beschlagnahmt, wie das Hauptzollamt Stralsund erst heute mitteilt. Sie befanden sich im Gepäck eines Rumänen, der damit nach Norwegen reisen wollte.

Der Zoll entdeckte die Tabletten bei der Stichprobenkontrolle mittels Röntgengerät. Das Muster in der Tasche wirkte so verdächtig, dass die Beamten diese öffneten. Zum Vorschein kamen Hunderte Päckchen Tabletten, abgepackt in 10 Blister á 15 Stück, mit der Bezeichnung "Ksalol" (Alprazolam) 1mg. "Alprazolam ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, welches zur kurzzeitigen Behandlung von Angstzuständen und Panikstörungen eingesetzt wird. Bei falscher Dosierung und ohne ärztliche Aufsicht kann das Medikament schnell zu einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit führen", erklärt Sabine Mattil vom Hauptzollamt Stralsund.

Der Fahrer, in dessen Bus vier weitere Insassen unterwegs waren, gab an, den Koffer an einer Tankstelle in Rumänien übernommen zu haben, um ihn in der norwegischen Hauptstadt Oslo weiterzugeben. Gegen ihn wurde ein Steuerstrafverfahren in Verbindung mit dem Arzneimittelgesetz eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.

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Die Tabletten wurden auffällig unauffällig transportiert. (Foto: Hauptzollamt Stralsund)

Quelle: ntv.de