Der TagCharles sagt Reise zu Klimagipfel ab - wohl auf Drängen von Truss

Zwischen der neuen britischen Regierung und dem neuen König knirscht es offenbar. König Charles engagiert sich seit Jahrzehnten für den Klimaschutz und hatte vor, nächsten Monat beim Weltklimagipfel in Ägypten entsprechende Reden zu halten. Der Buckingham-Palast bestätigt jetzt aber bei Sky News, dass der König doch nicht nach Ägypten reisen wird. Die "Sunday Times" berichtet unter Berufung auf eine Palastquelle, Regierungschefin Liz Truss habe ihm von der Teilnahme abgeraten. Aus Regierungskreisen heißt es laut dem Bericht, Palast und Regierung hätten gemeinsam beschlossen, dass es "passendere Optionen für den ersten Staatsbesuch des neuen Königs" gebe. Truss will in Großbritannien zum klimaschädlichen Fracking zurückkehren, neue Gasfelder erschließen und hat den erzkonservativen Jacob Rees-Mogg zum Energieminister gemacht, der sich in der Vergangenheit skeptisch zum Klimawandel geäußert hat. Eine Charles nahe stehende Quelle sagt der "Times", der König sei "persönlich enttäuscht", werde aber Wege finden, beim Klimagipfel Präsenz zu zeigen.