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Der TagChina empört über Japaner in Kriegsschrein

07.12.2021, 10:46 Uhr
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Diese Parlamentsabgeordneten sorgen für Empörung in China. (Foto: AP)

Inmitten der wachsenden Spannungen mit China sind rund 100 japanische Parlamentsabgeordnete zum Yasukuni-Schrein für Japans Kriegstote gepilgert, in dem auch verurteilte Kriegsverbrecher geehrt werden. Der massenhafte Aufmarsch der japanischen Politiker löste in China heftige Proteste aus. Außenamtssprecher Zhao Lijian warf Tokio eine mutwillige Provokation vor. Es sei "kein Zufall", dass die japanischen Politiker für ihren Pilgergang zu dem Kriegsschrein den Tag des Angriffs auf Pearl Harbor vor 80 Jahren wählten, so der chinesische Sprecher in Peking und fügte hinzu: "Was haben sie vor?"

Pilgergänge japanischer Politiker lösen immer wieder Proteste Chinas und Südkoreas aus, gegen die Japans Aggressionen im Zweiten Weltkrieg gerichtet waren. Für Kritiker ist der Yasukuni-Schrein Symbol des ehemaligen Militarismus. Die überparteiliche Parlamentariergruppe in Tokio setzt sich seit Langem für regelmäßige Pilgergänge zu dem umstrittenen Schrein ein, und zwar drei Mal im Jahr: zu den Frühjahrs- und Herbstfesten in dem Shinto-Heiligtum sowie am 15. August, dem Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg.

Der damalige rechtskonservative Regierungschef Shinzo Abe, der noch immer starken Einfluss in der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) seines Nachfolgers Fumio Kishida hat, hatte den Schrein im Dezember 2013 besucht und damit scharfe Kritik ausgelöst. Seither beließen es Japans Ministerpräsidenten bei Opfergaben, so auch im Oktober Kishida.

Quelle: ntv.de