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Der TagChinas lahmende Konjunktur trifft Deutschland

30.08.2023, 08:42 Uhr

China und Deutschland sind wirtschaftlich dicht verflochten. 2022 wurden Waren im Wert von rund 300 Milliarden Euro gehandelt (Exporte und Importe), heißt es vom Statistischen Bundesamt. Die Volksrepublik war damit der wichtigste Handelspartner Deutschlands, zum siebten Mal in Folge. Aktuell schwächelt jedoch Chinas Konjunktur, was sich wiederum auf die Bundesrepublik auswirkt, meldet die Deutsche Industrie- und Handelskammer. Insgesamt hängen demnach hierzulande rund eine Million Jobs am Export nach China. Die Ausfuhren in die Volksrepublik gingen im ersten Halbjahr um 8,5 Prozent zurück, die Importe sogar um 16,6 Prozent.

Von Chinas Konjunktur-Schwäche seien nicht nur klassische deutsche Export-Domänen wie die Automobilbranche, die chemische Industrie oder der Maschinenbau betroffen, heißt es vom DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. "In wichtigen Bereichen wie der Energiewende, der Mobilitätswende oder der Digitalisierung der Volkswirtschaft ist die Abhängigkeit von China besonders groß - vor allem, wenn die Lieferung kurzfristig unterbrochen würde." In diesen Sektoren benötige Deutschland Importe aus China, die auch nicht so schnell ersetzt werden könnten, etwa Rohstoffe wie Seltene Erden, Silizium oder Titan sowie weiterverarbeitete Rohstoffe.

Quelle: ntv.de