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Der TagChinesischer KP-Abgeordneter brüllte Lindner 30 Minuten lang an

24.07.2019, 09:22 Uhr
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"Wǒ bù míngbái", wird sich Christian Lindner bei seinem China-Besuch gedacht haben. (Foto: imago images / Sven Simon)

Christian Lindner versuchte sich beim Parteitag der FDP in Mandarin. Auf der Asien-Reise seiner Partei dürfte er mit seinen Sprachkenntnissen allerdings an Grenzen gestoßen sein. Besonders als er und seine Delegation von einem Abgeordneten der Kommunistischen Partei (KP) in China über eine halbe Stunde lang einfach nur angeschrien wurden, wie das "Handelsblatt" berichtet.

Grund für die Schimpftirade soll der Hongkong-Besuch der FDP-Abgeordneten gewesen sein, der unmittelbar vor dem China-Aufenthalt stattfand. Der KP-Vertreter habe Lindner den Handschlag verweigert und bei seiner Tirade heftige Anschuldigungen gegen die Bundesrepublik erhoben. Die Gewährung von Asyl für Dissidenten aus Hongkong hätte die Proteste der letzten Wochen weiter angefeuert.

Die frühere britische Kronkolonie wird seit der Rückgabe 1997 an China nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" als eigenes Territorium autonom regiert. China würde das aber gerne ändern.