Der TagChinesisches Gericht versteigert Hunderte lebende Krokodile - aber nur für Selbstabholer
Krokodilfleisch ist in manchen Teilen Chinas eine Delikatesse. Nun versteigert das Volksgericht der südchinesischen Stadt Shenzhen Hunderte lebende Krokodile für Selbstabholer, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Demnach stammen die Tiere, 100 Tonnen insgesamt, aus einem Betrieb in der chinesischen Provinz Guangdong. Eigentlich wurden die Krokodile zur Weiterverarbeitung gezüchtet. Doch das Unternehmen soll in eine finanzielle Schieflage geraten und Rechnungen nicht mehr beglichen worden sein. In der Folge habe das Gericht den gesamten Krokodilbestand gepfändet. Der Geschäftsführer des Betriebs sei in der Branche als "Krokodilgott" bekannt, heißt es in dem Bericht weiter.
Das Startgebot für die etwa 200 bis 500 einzelnen Exemplare liege bei vier Millionen Yuan, umgerechnet etwa 480.000 Euro. Bei den Tieren handelt es sich laut Gericht um Siam-Krokodile. Sie dürfen in China seit 2003 gewerblich gezüchtet und gehandelt werden. Bislang soll jedoch kein einziges Gebot beim Gericht in Shenzhen eingegangen sein.