Der TagChristina Ricci: Klage angedroht, "weil ich Sex-Szene nicht drehen wollte"

Im Filmdrama "She Said" von Maria Schrader (Kinobesuch meiner Meinung nach sehr empfehlenswert) wird einem auf bedrückende Art vor Augen geführt, wie insbesondere Frauen im Filmbusiness unterdrückt und misshandelt werden - und wie ihnen lange niemand zugehört hat. Der Film zeichnet nach, wie zwei "New York Times"-Journalistinnen den Hollywood-Mogul Harvey Weinstein zu Fall bringen, Frauen im Filmgeschäft eine Stimme geben und den "Me Too"-Skandal ins Rollen bringen. Weinstein steht medial zwar häufig im Fokus, aber es ist ein ganzes System der Unterdrückung und Ausbeutung. Wie brutal es bei Filmproduktionen zugeht, beschreibt auch US-Schauspielerin Christina Ricci in einer Talkshow: Darin erzählt die 43-Jährige - bekannt aus Filmen wie "Meerjungfrauen küssen besser" und "Addams Family" - dass eine Produktionsfirma ihr zu Beginn ihrer Karriere mit Klage gedroht hatte, weil sie sich weigerte, eine bestimmte Sex-Szene zu drehen. "Mir hat mal jemand gedroht, er werde mich verklagen, weil ich eine bestimmte Sex-Szene nicht drehen wollte", sagt Ricci in dem Gespräch. Die jüngeren Schauspielerinnen, so Ricci in "The View", seien viel selbstbewusster als sie damals: "Es ist großartig zu sehen, dass sie heutzutage nicht das durchmachen müssen, was ich durchgemacht habe. Sie können Nein sagen, sie können sagen, ich werde diese Sex-Szene nicht drehen, ich werde mich nicht nackt zeigen." Die junge Generation könnte jedoch auch Grenzen setzen, die sie früher niemals hätte setzen können.