Der Tag

Der TagChristina Ricci: Klage angedroht, "weil ich Sex-Szene nicht drehen wollte"

16.03.2023, 13:39 Uhr
397468735
Christina Ricci (Foto: picture alliance / abaca)

Im Filmdrama "She Said" von Maria Schrader (Kinobesuch meiner Meinung nach sehr empfehlenswert) wird einem auf bedrückende Art vor Augen geführt, wie insbesondere Frauen im Filmbusiness unterdrückt und misshandelt werden - und wie ihnen lange niemand zugehört hat. Der Film zeichnet nach, wie zwei "New York Times"-Journalistinnen den Hollywood-Mogul Harvey Weinstein zu Fall bringen, Frauen im Filmgeschäft eine Stimme geben und den "Me Too"-Skandal ins Rollen bringen. Weinstein steht medial zwar häufig im Fokus, aber es ist ein ganzes System der Unterdrückung und Ausbeutung. Wie brutal es bei Filmproduktionen zugeht, beschreibt auch US-Schauspielerin Christina Ricci in einer Talkshow: Darin erzählt die 43-Jährige - bekannt aus Filmen wie "Meerjungfrauen küssen besser" und "Addams Family" - dass eine Produktionsfirma ihr zu Beginn ihrer Karriere mit Klage gedroht hatte, weil sie sich weigerte, eine bestimmte Sex-Szene zu drehen. "Mir hat mal jemand gedroht, er werde mich verklagen, weil ich eine bestimmte Sex-Szene nicht drehen wollte", sagt Ricci in dem Gespräch. Die jüngeren Schauspielerinnen, so Ricci in "The View", seien viel selbstbewusster als sie damals: "Es ist großartig zu sehen, dass sie heutzutage nicht das durchmachen müssen, was ich durchgemacht habe. Sie können Nein sagen, sie können sagen, ich werde diese Sex-Szene nicht drehen, ich werde mich nicht nackt zeigen." Die junge Generation könnte jedoch auch Grenzen setzen, die sie früher niemals hätte setzen können.

Quelle: ntv.de