Der TagCorona-Ausbruch in Vechta: Hausarzt behandelt trotz Symptomen weiter
Wer sich krank fühlt, Schnupfen oder Husten hat, darf zu Corona-Zeiten nicht zum Hausarzt - um andere Patienten vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. In Vechta war es nun ausgerechnet der Arzt selber, der die Regeln missachtete und damit nach Einschätzung des niedersächsischen Krisenstabs einen Corona-Ausbruch zu verantworten hat. Denn: Der Hausarzt hat weiterhin Patienten behandelt, obwohl er Symptome hatte. Das Gesundheitsamt untersuche derzeit mehr als 200 Patienten, die der Arzt in dieser Zeit noch betreut habe. Scholz sprach von einem besonders peinlichen Fall: "Da fällt einem nicht mehr viel zu ein." Das Landesgesundheitsamt gab den Sieben-Tage-Wert für den Kreis Vechta mit 183,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an. Scholz zufolge geht der hohe Wert auf drei Infektionsketten zurück: Neben dem Hausarzt habe eine junge Mutter, die nach der Geburt gemäß den Corona-Regeln nacheinander mehrere Freunde und Verwandte zu Besuch hatte, zur Verbreitung des Virus beigetragen. Außerdem hätten sich über familiäre Kontakte mehrere Menschen in Behindertenwerkstätten in der Region angesteckt.