Der TagCorona-Fehlalarm legte Zugverkehr am Brenner lahm
Coronavirus-Infizierte als Mitreisende im Zug, Zwangsstopp am Brenner, wenig Informationen über die Lage: Rund 500 Passagiere von zwei Eurocitys erlebten am Sonntagabend zunächst einen Alptraum, der dann aber in ein Happy End mündete.
Denn: Zwei deutsche Frauen, die wegen Fiebers und Hustens verdächtigt worden waren, am Coronavirus erkrankt zu sein, wurden negativ getestet. So konnte ein am italienisch-österreichischen Grenzübergang mehrere Stunden gestoppter Eurocity kurz vor Mitternacht mit 500 Passagieren an Bord seine Fahrt von Venedig via Innsbruck nach München fortsetzen. Wo er dann am frühen Montagmorgen ankam, wenn auch stark verspätet.
Angespannt, erschöpft, aber auch erleichtert - so stiegen die meisten Passagiere am Hauptbahnhof um kurz vor 2.00 Uhr auf Gleis 12 aus. Einige ärgerten sich über die Informationspolitik der Bahn: Ein junges Paar aus Bremen berichtete: "Die Infolage war lange sehr unklar. Die meisten Infos haben wir noch aus dem Internet bekommen." Und eine ältere Frau sagte empört: "Das Informationsangebot war abenteuerlich."
Inzwischen gibt es laut den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) keine Einschränkungen mehr auf der Strecke.