Der Tag

Der TagDIHK warnt vor Folgen des Fachkräftemangels

14.05.2024, 18:30 Uhr

Mittlerweile ist es Usus, dass Arbeitgeber vor den Auswirkungen des Fachkräftemangels warnen. Diesmal schlägt die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) Alarm. Derzeit seien 1,5 Millionen Stellen unbesetzt. In den nächsten Jahren werde sich das Problem aufgrund von Renteneintritten drastisch verschlimmern. "Selbst wenn nur eine Million Stellen nicht besetzt sind, fehlen unserer Volkswirtschaft Jahr für Jahr rund 50 Milliarden Euro an Wertschöpfung. Das entspricht mehr als einem Prozent unseres jährlichen Bruttoinlandproduktes", so Adrian. Jährlich verließen 400.000 mehr Ältere den Arbeitsmarkt als Junge hinzukämen. "Diese Lücke wird immer größer und bedroht ganz konkret unseren Wohlstand." Strategien zur Fachkräftesicherung sind Thema des diesjährigen IHK-Tages. Um das Problem zu lösen, brauche es neue Rentenregelungen, etwa flexible Angebote zur Weiterarbeit. Zudem liege die Wochenarbeitszeit mit 35,5 Stunden im Jahr 2022 bei den 20- bis 64-jährigen Erwerbstätigen unter dem EU-Durchschnitt von 37,5 Stunden. Diese könne ausgeweitet werden, wofür es unter anderem mehr Betreuungsangebote für Kinder brauche. Auch Digitalisierung, qualifizierte Zuwanderung und eine stärkere Beschäftigung von Menschen ohne deutschen Pass wären aus Sicht der DIHK hilfreich, ebenso die stärkere Beschäftigung von Frauen mit Migrationshintergrund und weniger Vertragsauflösungen bei Azubis.

Quelle: ntv.de