Der Tag"Damit keine Spur mehr bleibt": Noch ein Marc Detroux-Haus wird dem Erdboden gleichgemacht
Mitte der 1990er Jahre hat der Kindermörder Marc Dutroux unter seinem Haus im belgischen Dorf Sars-la-Buissière die Leichen von zwei Mädchen vergraben - nun haben die Abrissarbeiten begonnen. "Alles wird zerstört und dem Erdboden gleichgemacht, damit keine Spur mehr bleibt", sagte der Bürgermeister der Kommune Lobbes, Lucien Bauduin.
In mehreren Metern Tiefe hatten die Behörden im südbelgischen Sars-la-Buissière 1996 die Leichen der beiden achtjährigen Mädchen Julie Lejeune und Melissa Russo gefunden, nachdem sie ein Jahr zuvor als vermisst gemeldet wurden. Geplant ist nun, das Haus nach dem Abriss bis zum Sommer mit Gras überwachsen zu lassen. Im Juni 2022 war bereits ein von Dutroux als Wohnhaus genutztes Haus im belgischen Charleroi abgerissen worden. Im Keller dieses als "Horror-Haus" bekannt gewordenen Gebäudes hatte der Täter mehrere seiner Opfer in einem Keller gefangen gehalten. Die Kellerräume werden auf Wunsch der Opferfamilien als Gedenkstätte erhalten.