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Der TagDarum fehlten in der Silvesternacht in New Orleans die Poller

02.01.2025, 11:44 Uhr

Die verheerende Todesfahrt in New Orleans weckt düstere Erinnerungen an den Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt. Dort gelang es dem Täter, sein Auto über einen weitgehend ungesicherten Rettungsweg in die Menschenmenge zu steuern. In der US-Metropole umfuhr der Täter ein Polizeiauto, das den Zugang zu der gut besuchten Bourbon Street versperren sollte. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Behördenangaben. Demnach fehlten die Poller, die den Todesfahrer am Neujahrsmorgen hätten aufhalten können.

Die Poller, die normalerweise bei Großereignissen die Durchfahrt etwa in die Bourbon Street in dem beliebten Ausgehviertel versperren, seien in der Silvesternacht nicht im Einsatz gewesen. Sie sollten in Vorbereitung auf den Super Bowl, den New Orleans Anfang Februar ausrichtet, ausgetauscht werden. Als Ersatz parkte an der Stelle demnach das Polizeiauto. Auch weitere Barrieren und Polizeipatrouillen seien zum Schutz der Fußgänger eingesetzt worden. "Wir hatten tatsächlich einen Plan, doch der Terrorist hat ihn zerschlagen", sagte New Orleans' Polizeichefin Anne Kirkpatrick demzufolge. Die Möglichkeit, dass jemand das Polizeiauto umfahren könnte, sei "nichts gewesen, von dem wir annahmen, es berücksichtigen zu müssen", ergänzte der Polizeivorsteher des betroffenen Bezirks, Lejon Roberts.

Quelle: ntv.de