Der Tag

Der TagDas nächste Schneechaos steht vor der Tür

29.01.2019, 20:05 Uhr
ntv-Meteorologe-Bjoern-Alexander
Björn (Foto: ntv)

Nach dem Schneefall in der letzten Woche in NRW steht das nächste Schneechaos vor der Tür: Morgen früh setzt vom Saarland über Rheinland Pfalz bis nach NRW Schneefall ein, der den ganzen Tag über anhalten dürfte und selbst im Flachland 5 bis 10 cm Schnee bringen könnte.

Der Berufsverkehr am Morgen dürfte noch nicht flächendeckend betroffen sein, tagsüber und abends sollten die Straßen aber häufiger schneebedeckt sein, so dass die Räumdienste im Dauereinsatz sein werden.

Der große Rest des Landes wird hingegen vom Schneefall verschont. Denn es bleibt überwiegend trocken mit kurzen Aufhellungen. Nur Richtung Schwarzwald, Rheinhessen und Taunus können ebenfalls ein paar Flocken fallen. Temperaturen erreichen tagsüber bei einem teilweise kräftigen Wind um 0 Grad. Mit etwas Sonne in Berlin/Brandenburg und am Oberrhein erreichen die Temperaturen bis plus 4 Grad – nachts verbreitet leichter Frost und Glätte.

Wer wirklich mal richtigen Winter haben will, setzt sich jetzt ins Flugzeug und ab nach Chicago ins Gebiet der Großen Seen. Dort erwarten wir morgen und am Donnerstag Temperaturen bis um die minus 30 Grad. Im Umland bis knapp minus 40 Grad – gemessen wohl gemerkt. Denn dieser Ausbruch der arktischen Kernmasse (mehr Kälte geht nicht) aus Kanada erfolgt mit Wind (im Mittel 20 bis 40 km/h). Die gefühlten Werte liegen in Chicago um die minus 40 Grad. Im Umland bewegen sich die Windchill-Temperaturen bei um die minus 50 Grad.

Dazu sind, nach dem bisher eher milden Winter, die großen Seen noch fast durchgehend eisfrei, was einen gigantischen Lake-Effekt erwarten lässt. Die minus 20 bis minus 30 Grad kalte Luft strömt über viele Stunden über 1 bis 4 Grad warmes Wasser und bildet - oft eng begrenzt - gigantische Starkschneefallwolken, die binnen kurzer Zeit meterweisen Neuschnee abladen.

Ihr Björn Alexander