Der TagDas wird heute wichtig
Donnerstag, der 13. Oktober, die Zeit rast, der Herbst ist golden. An manchen Orten dieser Welt, an anderen nicht. Manchmal möchte man aufstehen und die Realität ausblenden. Wenn man dann auf Twitter und Co. schaut, erkennt man aber schnell, dass dem nicht so ist. An dieser Stelle möchte ich daher doch einmal vehement einem Tweet widersprechen, der mich gestern echt geärgert hat.
Nein, wir breaken weder nur Unwichtiges noch Royales, und es ist auch nicht "zum Kotzen", wie andere sich dem Tweet folgend dann äußerten, dass "wir hier" gar nicht erkennen, was wirklich in der Welt abgeht und folglich falsche Prioritäten setzen würden. Wir erkennen, was passiert, und berichten über alles, so menschenmöglich. Journalisten sind Menschen, Leser sind Menschen - schön wäre, wenn man sich auf Augenhöhe mit Respekt gegenübertreten könnte und nicht von oben herab. Dann würde man erkennen, dass auf unserer Seite sehr viel zum Thema Iran steht und man trotzdem mal breaken kann, wann ein König gekrönt wird. Ohne dass einem anderen/einer anderen ein Zacken aus der Krone fällt.
Und damit zu den Themen des Tages, zu denen Sie mir, Sabine Oelmann, gern unter dertag@ntv.de schreiben können. Am liebsten auf Augenhöhe.
Was steht an?
Im Kampf gegen die Energie-Krise will die EU gemeinsame Erdgas-Einkäufe sowie einen alternativen Referenzpreis einführen. Die EU-Kommission werde kommende Woche entsprechende Vorschläge vorlegen, sagte EU-Energiekommissarin Kadri Simson. Bei dem angedachten Gaspreisdeckel gab es indes weiter keine Einigung. Deutschland gehört zu den Staaten, die das Vorhaben ablehnen.
Wladimir Putin trifft seinen türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan am Rande eines Sicherheitsgipfels in der kasachischen Hauptstadt Astana. Putin hat die Türkei als möglichen Knotenpunkt für Gaslieferungen nach Europa ins Spiel gebracht. Die eigentlich für die Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 vorgesehenen Gasmengen könnten über die Schwarzmeer-Region in die Türkei geleitet werden, schlug er vor.
Seit Mittwoch beraten die Verkehrsminister unter anderem über einen Nachfolger des 9-Euro-Tickets, am Donnerstagmittag wollen sie die Ergebnisse verkünden. Die Länder hatten ein 49-Euro-Ticket vorgeschlagen und auf eine ausreichende und nachhaltige Finanzierung durch den Bund gedrungen.
Zum Eindämmen der Inflation will die US-Notenbank Fed die Zinsen weiter anheben und dabei die Konjunkturaussichten im Blick behalten. Dies geht aus den Protokollen der Zinssitzung vom September hervor. Dabei waren sich die Währungshüter einig, dass sie den Leitzins auf ein Niveau erhöhen müssen, das restriktiver ist - also die Wirtschaft stärker zügelt. Danach gelte es, dieses Niveau für einige Zeit zu halten.
Heute veröffentlicht die R&V Versicherung ihre Langzeitstudie "Die Ängste der Deutschen 2022", da schauen wir mal rauf und hoffen, dass es nicht allzu viele sind.