Der TagDas wird heute wichtig
Guten Morgen. Jeden Morgen hoffe ich, dass es auch wirklich ein guter Tag wird. Das liegt nur zum Teil in unserer Hand, aber wir können einiges dazu beitragen, um den Tag und die Welt ein bisschen besser zu machen. Ich würde zum Beispiel keine einzige Meldung mehr zu Harry und Meghan, diesen unsäglichen Marionetten ihrer selbst, bringen wollen. Aber - Sie lesen das anscheinend immer zu gern. Oder auch die Frage, ob "Böllern oder nicht" erscheint mir eigentlich überflüssig. Natürlich brauchen wir keine Böllerei. Vielmehr brauchen wir Menschen, die damit umgehen könnten, ob nun verboten oder nicht. Ich hatte gestern eine interessante Diskussion dazu, und meine Kollegin Solveig Bach hatte sich auch schon ausführlich Gedanken dazu gemacht, hier können Sie lesen, was sie geschrieben hat. Ansonsten wünsche ich Ihnen einen wunderbaren 4. Januar. Unter dertag@ntv.de sind wir erreichbar.
Was noch?
Das US-Repräsentantenhaus hat nach drei gescheiterten Wahlgängen die Abstimmung über seinen Vorsitz auf heute vertagt. Der Fraktionschef der Republikaner, Kevin McCarthy, scheiterte bei der Wahl zum Sprecher des Repräsentantenhauses am Widerstand von Vertretern des konservativen Flügels seiner Partei. Zum ersten Mal seit 100 Jahren wurde der Vorsitzende der Kongress-Kammer nicht im ersten Wahlgang gewählt.
Immer noch Corona - Vertreter der EU-Staaten wollen über einheitliche Maßnahmen gegen die Coronavirus-Welle in China beraten. Mehrere EU-Staaten wie Frankreich, Italien und Spanien verlangen bereits negative Corona-Tests für Einreisende aus China. Deutschland bisher nicht. Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, pocht auf eine europaweite Testpflicht für alle Einreisenden aus China. "Wir wissen nicht, was in China derzeit passiert. Die Infektionen laufen völlig unkontrolliert ab. Daher halte ich es für sinnvoll, eine PCR-Testpflicht bei der Einreise vorzuschreiben."
Der Gründer der kollabierten Kryptowährungsbörse FTX hat bei einer ersten Anhörung vor einem US-Gericht wie erwartet auf "nicht schuldig" plädiert. Wie geht es weiter? Die US-Behörden werfen Sam Bankman-Fried "Betrug epischen Ausmaßes" und Geldwäsche vor. Das eigentliche Verfahren dürfte erst im September oder Oktober beginnen. Bei einer Verurteilung drohen dem 30-Jährigen bis zu 115 Jahre Gefängnis. Unabhängig davon wollen FTX-Kunden eine Sammelklage einreichen.
Russland hat den Tod von 89 Soldaten bei einem Raketenangriff auf eine Stadt in der besetzten Ost-Ukraine eingeräumt. Das Verteidigungsministerium in Moskau erhöhte damit die Zahl der Toten von zuvor 63, nachdem eine improvisierte Kaserne in der Stadt in Donezk von vier Raketen getroffen worden war. Die Ukraine sprach dagegen von Hunderten getöteten russischen Soldaten.
Im Streit über Reparationszahlungen wegen des Zweiten Weltkriegs hat Polens Vize-Außenminister Deutschland schwere Vorwürfe gemacht. "Deutschland verfolgt keine freundliche Politik gegenüber Polen, sie wollen hier ihren Einflussbereich ausbauen und behandeln Polen wie einen Vasallen-Staat", sagt Arkadiusz Mularczyk. Der Dialog mit Deutschland über diese Frage werde "über internationale Organisationen" fortgesetzt.