Der TagDas wird heute wichtig
Guten Morgen,
"Russland lehnt selbst den Gedanken an eine Einstellung des Tötens ab", sagt der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umjerow. Bei den gestrigen Verhandlungen in Istanbul saßen sich die beiden Kriegsparteien lediglich eine knappe Stunde gegenüber und konnten sich nur auf einen weiteren Gefangenentausch einigen. Eine von Kiew angestrebte 30-tägige Feuerpause bleibt vom Tisch.
Verhandlungsführer Umjerow zufolge spielt Moskau auf Zeit. Ihr Memorandum für die Gespräche habe die russische Regierung bis zum Beginn des Treffens in Istanbul zurückgehalten und damit eine Nebelwand aufgebaut. Während die Ukraine ihr Memorandum mit den Vorstellungen über einen Weg zum Frieden schon Tage vor dem Treffen übergeben hatte, wartete Russland bis zum Auftakt der neuen Verhandlungsrunde. "Es hat den Anschein, dass die Russen erneut eine Verzögerungstaktik verfolgen und versuchen, den Vereinigten Staaten ein 'Bild der Diplomatie' zu vermitteln, ohne wirklich etwas zu unternehmen."
Wir behalten das Thema und aktuelle Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg selbstverständlich im Blick. Nachrichten dazu finden Sie in unserem Liveticker.
Diese Termine stehen heute auf der Agenda:
Rund 44 Millionen Südkoreanerinnen und -koreaner sind seit dem frühen Morgen zur Wahl eines neuen Präsidenten aufgerufen. Die Wahllokale schließen um 20 Uhr Ortszeit (13 Uhr MESZ).
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stellt um 9 Uhr ihre neue Konjunkturprognose vor.
In Berlin wird um 10 Uhr das BKA-Bundeslagebild Cybercrime 2024 vorgestellt.
Die Jahresbilanz 2024 des Zolls wird um 10.15 Uhr in Hamburg präsentiert - mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil.
Bei der Aufarbeitung des größten Steuerskandals der Bundesrepublik, den Cum-Ex-Aktiendeals, wird um 12 Uhr ein Urteil gegen einen zentralen Akteur erwartet. Dem deutschen Rechtsanwalt Kai-Uwe Steck werden vor dem Landgericht Bonn fünf Fälle besonders schwerer Steuerhinterziehung in den Jahren ab 2008 vorgeworfen.
Am Abend treffen Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Rom aufeinander. Das Verhältnis der beiden gilt als angespannt.
Für die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen steht im Nations-League-Spiel gegen Österreich ab 20.30 Uhr/ARD in Wien der letzte Härtetest vor der EM (2. bis 27. Juli) an.
Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Kritik erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.