Der TagDemonstranten in Burkina Faso greifen französische Botschaft an
Burkina Faso kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Putsch sind französische Einrichtungen Ziel teils gewalttätiger Proteste geworden. Mehrere Dutzend Unterstützer des neuen Junta-Chefs bewarfen die französische Botschaft in der Hauptstadt Ouagadougou mit Steinen und steckten Barrieren vor dem Gebäude in Brand, darunter auch das Eingangstor. Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um die Demonstranten zu vertreiben. Auf dem Dach der Botschaft waren französische Soldaten postiert.
Für den Putsch verantwortliche Offiziere hatten dem bisherigen Junta-Chef Paul-Henri Sandaogo Damiba vorgeworfen, sich in einer Militärbasis der früheren Kolonialmacht Frankreich versteckt zu halten, um eine "Gegenoffensive" zu planen. In Onlinenetzwerken kursierten Gerüchte, Frankreich gewähre Damiba Schutz. Das französische Außenministerium verurteilte die "Gewalt gegen unsere Botschaft aufs Schärfste" und machte "feindliche Demonstranten, manipuliert von einer Desinformationskampagne," verantwortlich.
Update: Der abgesetzte Chef der Militärjunta, Paul-Henri Sandaogo Damiba, hat sich zum Rücktritt bereiterklärt. Er habe "sieben Bedingungen" für seinen Rückzug gestellt, darunter eine Sicherheitsgarantie für seine Verbündeten im Militär. Die neuen Machthaber sollen seine Bedingungen akzeptiert haben.