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Der TagDen Haag spricht Islamisten schuldig
27.09.2016, 12:50 Uhr
Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat den Dschihadisten Ahmad Al Faqi al Mahdi für die Zerstörung von Unesco-Weltkulturerbe in Mali zu neun Jahren Gefängnis verurteilt.
Das Gericht sprach ihn der Kriegsverbrechen schuldig. Al Mahdi hatte 2012 die Attacken auf die Monumente geleitet und war selbst aktiv daran beteiligt, urteilten die Richter.
Es ist das erste Urteil des Weltstrafgerichtes zur Zerstörung von Kulturgütern. Nach internationalem Strafrecht ist das ein Kriegsverbrechen.
Im Sommer 2012 hatte die Dschihadisten-Miliz Ansar Dine die Wüstenstadt Timbuktu im westafrikanischen Mali überrannt und neun mittelalterliche Heiligengräber und eine Moschee zerstört. Weltweit war das Entsetzen groß.