mit Uladzimir ZhyhachouDas war Freitag, der 20. Februar 2026
Der Supreme Court kippt einen Teil der von Donald Trump verhängten Zölle. Der US-Präsident nennt das Urteil eine "Schande" – und kündigt gleich neue Zölle an. Diesmal in Höhe von zehn Prozent auf alle Importe in die USA. Was das für deutsche Unternehmen bedeutet - und ob die zu Unrecht erhobenen Zölle zurückgezahlt werden müssen - lesen Sie hier.
Was war heute sonst wichtig:
Trumps gefährliche Drohkulisse: USA entsenden Kampfjets, Iran gräbt Raketen ein
US-Militär trifft Vorbereitungen: Diese Iran-Optionen liegen auf Trumps Schreibtisch
Überraschend gutes Ergebnis: Friedrich Merz mit 91,2 Prozent als CDU-Chef wiedergewählt
18,64 Euro pro Monat ab 2027: Kommission empfiehlt leichte Erhöhung des Rundfunkbeitrags
Liebe Leserinnen und Leser, ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, tschüss!
Mann bedroht Schaffnerin und verletzt Polizisten am Chemnitzer Hauptbahnhof
Ein 36-Jähriger hat am Chemnitzer Hauptbahnhof eine Schaffnerin bedroht und einen Bundespolizisten verletzt. Der Mann war offenbar genervt von einer Ticketkontrolle, formte seine Hand zu einer Pistole und deutete einen Schuss an. Als Polizisten eintrafen, beschimpfte er sie und warf Gegenstände umher.
Auf dem Weg zur Dienststelle bespuckte er die Beamten und verletzte einen mit einem Kopfstoß - der Polizist kam mit Prellungen ins Krankenhaus. Die Schaffnerin wollte den Mann kontrollieren, weil er schon mehrfach ohne Ticket mit dem Zug gefahren war. Diesmal hatte er ein Ticket dabei.
Der Vorfall folgt auf eine tödliche Attacke vor zwei Wochen in Rheinland-Pfalz: Ein 26-Jähriger schlug einem Zugbegleiter nahe Kaiserslautern mehrfach mit der Faust gegen den Kopf, weil er den Zug ohne gültigen Fahrschein verlassen sollte. Der Zugbegleiter starb. Die Tat hatte deutschlandweit Entsetzen ausgelöst.
Betrunkener Zwölfjähriger rammt bei Spritztour mehrere Autos
Ein Zwölfjähriger hat in Heide in Schleswig-Holstein mitten in der Nacht das Auto seines Vaters genommen und dabei angetrunken mehrere geparkte Fahrzeuge gerammt. Der Junge, der mit 0,45 Promille unterwegs war, fuhr zunächst gegen einen Transporter, beim Zurücksetzen erwischte er noch ein Auto und einen weiteren Transporter.
Zeugen sahen, wie drei Kinder nach dem Unfall wegließen. Ermittlungen ergaben, dass der Zwölfjährige am Steuer saß, er gestand die Tat. Im Auto saßen zwei Mitfahrer im Alter von 14 und 15 Jahren. Da der Fahrer nicht strafmündig ist, wurde er an seine Erziehungsberechtigten übergeben.
Bus bricht durch Eis über Baikalsee - sieben Touristen tot
Bei einer Fahrt über den zugefrorenen Baikalsee in Sibirien ist ein Reisebus im Eis eingebrochen und gesunken. Sieben Touristen aus China kamen bei dem Unglück ums Leben.
Der Baikalsee ist der tiefste See der Welt und ein viel besuchtes Reiseziel in Sibirien. Im Winter friert der See zu. Abhängig von den klimatischen Bedingungen geben die Behörden festgelegte und überwachte Eis-Straßen frei, auf denen Fahrzeuge den See befahren dürfen. Laut Regionalgouverneur Igor Kobsew befuhr der verunglückte Bus eine nicht zur Benutzung freigegebene Strecke. Ein Ermittlungsverfahren sei eingeleitet.
"Reichsbürger" planen große Versammlung in Braunschweig
Eine größere Versammlung mit sogenannten Reichsbürgern ist für den April in Braunschweig geplant. Das Treffen sei von einer Privatperson für den 18. April angemeldet worden, teilte die Polizei Braunschweig mit.
Laut Polizei ist eine Kundgebung mit Aufzug im Zentrum geplant. Angemeldetes Thema der Versammlung ist laut Polizei: "Das 8. Große Treffen der Bundesstaaten - Frieden, Freiheit, Souveränität, Heimath und Weltfrieden".
Eine zu erwartende Teilnehmerzahl lasse sich noch nicht prognostizieren, sagte der Polizeisprecher. Bei vergangenen Veranstaltungen in anderen Städten nahmen ihm zufolge jeweils mehrere hundert Personen teil.
Die Stadt kündigte an, dass die Versammlungsbehörde in den nächsten Wochen Kontakt zum Anmelder suchen werde, um das rechtlich vorgesehene und übliche Kooperationsgespräch zu führen.
Beinahe-Katastrophe in Tirol: Lawine reißt Reisebus von Straße
Schneemassen drücken einen Bus im Lechtal in den österreichischen Alpen von einer Straße. Dabei sei der Bus nur um Haaresbreite an einer Katastrophe vorbeigeschrammt, erklärt ein Mitarbeiter des Busunternehmens. Alle Insassen bleiben unverletzt und kommen mit dem Schrecken davon.
Trump will weltweiten Zoll von zusätzlich zehn Prozent verhängen
US-Präsident Donald Trump hat sich nach seiner Niederlage vor dem Supreme Court in der Zollfrage tief enttäuscht gezeigt. Das Urteil des Obersten Gerichtshofs sei zutiefst enttäuschend und er schäme sich für die Mitglieder des Gerichts, die sich gegen seine Politik aussprachen, sagte er bei einer Pressekonferenz. "Ich schäme mich dafür, dass sie nicht den Mut haben, das zu tun, was für unser Land richtig ist". Trump dankte den drei abweichenden Richtern - Clarence Thomas, Samuel Alito und Brett Kavanaugh - für "ihre Stärke, Weisheit und Liebe zu den USA".
In Reaktion auf die Aufhebung zahlreicher Zölle, erklärte Trump einen zusätzlichen weltweiten Zoll von zehn Prozent. Er sagte zuvor, seine Regierung habe zahlreiche Alternativen, noch mehr Geld von anderen Staaten einzunehmen, als das bisher der Fall war. Die Regierung könnte etwa Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974 nutzen, um sogar einen Zollsatz von 15 Prozent einzuführen. Das wäre allerdings nur für 150 Tage möglich. Dieses Gesetz besagt, dass ein Präsident Zölle erheben kann, um "große und schwerwiegende" Zahlungsbilanzdefizite zu bekämpfen.
Konflikt mit Iran: Zweiter US-Flugzeugträger im Mittelmeer eingetroffen
Vor dem Hintergrund der militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran hat ein zweiter US-Flugzeugträger das Mittelmeer erreicht. Von Gibraltar aus war heute zu sehen, wie die "USS Gerald R. Ford" - der größte Flugzeugträger der Welt - die Straße von Gilbraltar passierte, die Meerenge zwischen dem Atlantik und dem Mittelmeer. Trump hatte zuvor bereits den Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" entsandt, er ist seit Ende Januar in der Nahost-Region.
Mit Blick auf die Atomverhandlungen mit Teheran hatte Trump zuvor erklärt, er erwäge einen "begrenzten Militärschlag" auf den Iran, falls es zu keiner Einigung kommen sollte. Zuvor hatte er Teheran eine Frist bis Anfang März gesetzt.
Polizei sprengt skurriles Ritual in Studentenverbindung
Ein erst jetzt aufgetauchtes Video zeigt einen Polizeieinsatz in einem US-Verbindungshaus. Beamte sprengen dort ein mutmaßliches Einführungsritual mit dutzenden Studenten. Erniedrigende Aufnahmerituale sind an vielen US-Universitäten verboten.
Friedrich Merz mit 91,2 Prozent als CDU-Chef wiedergewählt
Die CDU hat ihren Vorsitzenden Friedrich Merz beim Parteitag in Stuttgart mit einem überraschend guten Ergebnis für zwei Jahre wiedergewählt. Für den 70-Jährigen stimmten 878 Delegierte. Es gab 85 Nein-Stimmen und 14 Enthaltungen. Die CDU, die anders als andere Parteien Enthaltungen nicht wertet, errechnete daraus ein Ergebnis von 91,17 Prozent. Enthaltungen mitgerechnet, betrug das Ergebnis 89,87 Prozent.
Merz erreichte damit sein bisher zweitbestes Ergebnis als Parteivorsitzender. 2022 war er bei einem Online-Parteitag mit 94,6 Prozent der Stimmen gewählt und später mit 95,3 Prozent per Briefwahl bestätigt worden. 2024 kam er auf 89,8 Prozent.
Technische Pannen stören CDU-Parteitag: Merz-Wahl nur noch per Stimmzettel
Beim CDU-Parteitag in Stuttgart hat die geplante elektronische Abstimmung über die Wiederwahl von Parteichef Friedrich Merz nicht funktioniert. NRW-Digitalministerin Ina Scharrenbach meldete "an mehreren Stellen starke technische Unregelmäßigkeiten, die sich derzeit nicht erklären lassen" - weshalb die Partei kurzfristig auf analoge Stimmzettel umstellte.
"Es geht hier heute um die Integrität der Wahlen", sagte Scharrenbach. Das Ergebnis müsse "über jeden Zweifel erhaben sein." Auch der Livestream auf der CDU-Website war zwischenzeitlich mehrfach unterbrochen - ausgerechnet während Merz selbst ans Mikrofon trat. Zur Ursache der Pannen gab es zunächst keine Angaben.
Rolltreppenchaos in Bahnhöfen weitet sich aus - 130 Anlagen bundesweit betroffen
Das Rolltreppenproblem der Deutschen Bahn ist größer als bisher bekannt: Bundesweit stehen 130 Anlagen still oder sind eingeschränkt - betroffen sind Bahnhöfe in Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, Essen, Dresden und am Flughafen Köln/Bonn. Grund ist ein Fehler bei einem bestimmten Rolltreppenttyp, der zuletzt in Berlin gleich zweimal mitten im Betrieb abrupt stehenblieb.
Im Berliner Hauptbahnhof sind derzeit 42 von 54 Rolltreppen außer Betrieb, im Bahnhof Südkreuz weitere zehn. Die ersten Anlagen sollen am Samstag wieder anlaufen – wie viele genau, hängt laut Bahn vom Fortschritt der Prüfungen ab.
Schlagzeilen am Abend
Deutscher Skifahrer stirbt unter Lawine in Österreich - Sohn überlebt
In Österreich ist bei einer Abfahrt außerhalb gesicherter Pisten ein deutscher Skifahrer von einer Lawine erfasst und getötet worden. Sein 16-jähriger Sohn habe schwer verletzt überlebt, teilte die Polizei mit. Die genaue Herkunft der beiden Skifahrer sowie das Alter des Toten sind laut Polizei noch unklar.
In ganz Tirol gingen zahlreiche Lawinen ab. So erfassten Lawinen im Zillertal zwei Wintersportler. Einer von ihnen wurde verletzt, ein anderer konnte sich befreien und selbstständig ins Tal fahren. In Kufstein an der deutschen Grenze wiederum wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur APA eine Person verschüttet und schwer verletzt ins Krankenhaus geflogen.
Gas-Laster detoniert: Feuerwalze frisst sich durch Straße
Ein mit Flüssiggas beladener Lkw kracht in Santiago de Chile gegen die Leitplanke und explodiert. Die Druckwelle beschädigt zahlreiche Fahrzeuge, mehrere Menschen kommen ums Leben.
Oberster Gerichtshof der USA kippt Teil von Trumps Zöllen
Der Oberste Gerichtshof der USA hat die von Präsident Donald Trump verhängten Zölle gekippt. Sie basierten auf einem für nationale Notstände gedachten Gesetz. Die Richter bestätigten mit einer Mehrheit von sechs zu drei Stimmen eine Entscheidung einer niedrigeren Instanz, wonach der republikanische Präsident mit der Anwendung des Gesetzes aus dem Jahr 1977 seine Befugnisse überschritten habe.
Die Entscheidung betrifft nicht alle von Trump verhängten Zölle, sodass etwa die Zölle auf Stahl und Aluminium, die er unter Berufung auf andere Gesetze verhängt hat, bestehen bleiben. Sie hebt jedoch seine Zölle in zwei Kategorien auf. Die eine Kategorie sind länderspezifische oder "reziproke" Zölle, die von 34 Prozent für China bis zu einer Basis von 10 Prozent für den Rest der Welt reichen. Die andere Kategorie sind Zölle in Höhe von 25 Prozent, die Trump auf bestimmte Waren aus Kanada, China und Mexiko verhängt hat, weil diese Länder nach Angaben der Regierung den Fentanyl-Fluss nicht eindämmen konnten.
Stalin-Opfer vergessen: Moskauer Gulag-Museum wird Museum über deutsche Kriegsverbrechen
Das Moskauer Gulag-Museum, das bislang an die Millionen Opfer des sowjetischen Lagersystems unter Josef Stalin erinnerte, wird grundlegend umgestaltet. Künftig soll es als "Museum der Erinnerung" dem "Gedenken an die Opfer des Genozids am sowjetischen Volk" durch Nazi-Deutschland gewidmet sein.
Die Aufarbeitung der Stalin-Verbrechen ist unter Präsident Wladimir Putin weitgehend zum Erliegen gekommen. Das Museum hatte 2024 wegen angeblicher Brandschutzprobleme schließen müssen. Ziel des neuen Museums sei es laut der künftigen Direktorin Natalja Kalaschnikowa, in der jungen Generation eine "nachhaltige Ablehnung des Nazismus" zu erreichen – eine Formulierung, die im Kontext russischer Propaganda steht: Moskau bezeichnet die Ukraine und deren westliche Unterstützer regelmäßig als Nazis, um den Angriffskrieg zu rechtfertigen.
Enthauptete Deutsche nahe Florenz - Polizei nimmt Verdächtigen fest
Nach dem Fund einer enthaupteten Leiche auf einem verlassenen Gelände in Scandicci nahe Florenz hat die italienische Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Er befindet sich unter Bewachung in einem Krankenhaus - kurz vor dem Fund war er mit "zahlreichen Blutspuren" an der Kleidung gesehen worden.
Die Leiche der 44-jährigen Deutschen war am Mittwoch von einem Obdachlosen entdeckt worden. Neben der Toten fanden die Ermittler eine Machete und ein Messer mit Blutspuren. Laut der Zeitung "La Nazione" war das Opfer eine obdachlose Frau, die Hilfsorganisationen in der Region bekannt war. Sie soll gemeinsam mit dem Verdächtigen - einem jungen Mann aus Nordafrika, der unter psychischen Problemen leidet - in einer nahegelegenen Behausung gelebt haben.
Horror-Fund in Stuttgarter Wohnung: Dutzende verwahrloste Riesenschlangen entdeckt
Bei einer unangekündigten Kontrolle einer Stuttgarter Wohnung haben Behörden 47 Riesenschlangen in katastrophalen Zuständen vorgefunden – 13 davon waren bereits tot, das größte der toten Tiere 1,60 Meter lang. Schon vor dem Haus roch es nach Verwesung. Die überlebenden Tiere waren abgemagert und lethargisch, eines musste inzwischen eingeschläfert werden.
Experten der Reptilien-Auffangstation München kümmern sich nun um die verbliebenen Schlangen. Deren Leiter Markus Baur beschreibt den Zustand als dramatisch: Die Tiere seien "pergamentartig ausgetrocknet" und hätten sich "regelrecht auf die bereitgestellten Wasserschalen gestürzt". Hinzu kämen Narben, Verletzungen, Abszesse und bei praktisch allen Tieren ein hochgradiger Parasitenbefall. Wie viele überleben werden, sei offen.
Die Leiterin der Stuttgarter Veterinärbehörde sprach vom gröbsten Verstoß gegen den Reptilienschutz seit Jahren. Die Stadt hat Anzeige erstattet - wegen des Verdachts auf Straftaten gegen den Tier- und Artenschutz.
Ex-Freundin schildert Gewalt durch Høiby: "Marius hat zwei Gesichter"
Im Prozess gegen Marius Borg Høiby, den Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, hat eine Ex-Freundin vor Gericht von massiver Gewalt berichtet. Die Influencerin, die von 2022 bis 2023 mit ihm zusammen war, beschreibt einen Mann mit "zwei Gesichtern": "Da ist der süße Clown – er war mein bester Freund. Und dann war da Marius, mit dem ich nicht kommunizieren konnte, dessen Augen ganz schwarz wurden. Ich wusste nicht, was als Nächstes passieren würde."
Høiby soll sie mehrfach gewürgt, getreten und mit Gegenständen geworfen haben. "Es fühlt sich an, als stünde ein Pitbull direkt vor dir", sagte sie laut "Verdens Gang". Meistens sei er ausgerastet, wenn sie ihn mit etwas konfrontiert habe.
Høiby steht seit Anfang des Monats in Oslo vor Gericht. Er ist in 38 Punkten angeklagt, darunter für vier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, häusliche Gewalt und Körperverletzung.
Kommission empfiehlt leichte Erhöhung des Rundfunkbeitrags
Eine unabhängige Expertenkommission empfiehlt ab 2027 einen monatlichen Rundfunkbeitrag von 18,64 Euro. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) an die Bundesländer übergeben hat.
Derzeit liegt der Rundfunkbeitrag bei 18,36 Euro im Monat pro Haushalt. Im 24. Bericht vom Februar 2024 hatte die KEF eine Anhebung auf 18,94 Euro ab 2025 empfohlen. Weil nicht alle 16 Länder zustimmten, blieb es bei der bisherigen Höhe .Nun senkt die KEF ihre frühere Empfehlung um 30 Cent und schlägt 18,64 Euro vor.
Schichtwechsel
In Berlin scheint die Sonne und meine Kollegin Leah Nowak verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ab sofort begleite ich Sie durch den "Tag". Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins Wochenende!
Neue Fotos zeigen Andrew mit Kleinkind - und einem obszönen Ball
Andrew Mountbatten-Windsor, der gefallene englische Prinz, wird nach den Durchsuchungen seiner Anwesen wieder freigelassen. Vorwürfe stehen im Raum, er habe sensible Informationen an den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben. Neu aufgetauchte Fotos setzen den 66-Jährigen zusätzlich unter Druck.
Unfall auf Bühne: Lars Eidinger verletzt Zuschauerin mit Degen
Ein Unfall auf offener Bühne hat am Donnerstagabend die Aufführung von Shakespeares "Richard III." in der Berliner Schaubühne abrupt beendet. In einer Kampfszene rutschte dem Schauspieler Lars Eidinger der Degen aus der Hand und traf eine ältere Zuschauerin in der ersten Reihe am Kopf. Eidinger unterbrach die Vorstellung sofort, entschuldigte sich und ließ den Zuschauerraum beleuchten, um sich nach dem Zustand der Frau zu erkundigen. Als er bemerkte, dass sie blutete, fragte er nach medizinischer Hilfe im Saal.
Eine anwesende Ärztin übernahm die Erstversorgung und begleitete die Verletzte aus dem Zuschauerraum. Kurz vor dem geplanten Ende gegen 22 Uhr wurde die Vorstellung dann abgebrochen. Eine Sprecherin der Schaubühne sagte, das Haus stehe "noch immer unter Schock". Eidinger habe mit der verletzten Frau gesprochen, man wünsche ihr von Herzen gute Besserung.
Skicrosserin Daniela Maier holt überraschend sechstes Olympia-Gold für Deutschland
Daniela Maier ist Olympiasiegerin im Skicross. Die 29-Jährige, die vor vier Jahren bereits die Bronzemedaille erkämpft hatte, schlägt in einem packenden Finale die favorisierte Sandra Näslund. Für das deutsche Team ist es die sechste Goldmedaille bei den Winterspielen in Mailand und Cortina. Mehr dazu lesen Sie hier.
USA und Iran: Diese Streitkräfte stehen sich gegenüber
Zwei US-Flugzeugträger mit Tausenden Soldaten, Kampfjets und Marschflugkörpern - Satellitenbilder zeigen verstärkte US-Präsenz im Nahen Osten. Der Iran verfügt über ein großes Raketenarsenal - mobil einsetzbar aus unterirdischen Anlagen. Die Region steht unter Hochspannung.
Frauenkleidung am Strand: Polizei sucht nach Unbekannter auf Hiddensee
Eine großangelegte Suchaktion am Strand von Kloster auf Hiddensee ist am Donnerstagabend ohne Ergebnis geblieben. Eine Hinweisgeberin hatte gegen 18 Uhr gemeldet, dass abgelegte Oberbekleidung einer Frau gefunden worden sei. Sie befürchtete, die Besitzerin könne im eiskalten Wasser baden gegangen oder ins Eis eingebrochen sein. Daraufhin wurde eine großangelegte Rettungsaktion gestartet - allerdings erfolglos. Die Suche wird seit den Morgenstunden fortgesetzt.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zur Besitzerin der Sachen oder zu möglichen Beobachtungen. Zeugen können sich an das Polizeihauptrevier Bergen, an die Internetwache der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern oder an jede andere Polizeidienststelle wenden.
Deutscher stirbt bei Lawinenabgang in Norditalien
Bei einem Lawinenabgang in Norditalien ist ein Deutscher ums Leben gekommen. Der 54-Jährige war nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa mit einer Gruppe weiterer Deutscher auf einer Skitour auf 2550 Metern Höhe in der Nähe der Gemeinde Saint-Nicolas im Aostatal an der Grenze zu Frankreich unterwegs, als es zu dem Unglück kam.
Die Lawine erfasste die Gruppe, woraufhin zwei der Skifahrer verschüttet wurden. Die Gruppe alarmierte sofort die Bergwacht und begann, die beiden Verschütteten auszugraben. Wie Ansa weiter meldete, wurde der eine der beiden nur leicht verletzt, der andere befand sich wegen Unterkühlung in einem kritischen Zustand. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, dort starb er später.
Tosender Applaus begrüßt Merkel in Stuttgart
Rückkehr auf die CDU-Bühne nach jahrelanger Abstinenz: Die frühere Bundeskanzlerin und Parteivorsitzende Angela Merkel ist mit großem Applaus als Gast auf dem CDU-Bundesparteitag in Stuttgart empfangen worden. Ein Teil der rund 1000 Delegierten erhob sich zu Beifallsbekundungen, als Parteichef Friedrich Merz die langjährige Kanzlerin und Parteichefin in der Tagungshalle begrüßte. Merz begrüßte Merkel mit einem Handschlag, worauf sich ein kurzes Gespräch anschloss. Merkel selbst äußerte sich nicht öffentlich.
Die frühere CDU-Vorsitzende nahm in der ersten Reihe Platz neben ihren Nachfolgern an der CDU-Spitze, Annegret Kramp-Karrenbauer und Armin Laschet. Seit dem Ende ihrer Kanzlerschaft 2021 hatte Merkel Einladungen zur Teilnahme an CDU-Parteitagen stets ausgeschlagen. Dies war auch als Anzeichen für eine Entfremdung zwischen der Partei und ihrer langjährigen Vorsitzenden und Kanzlerin gedeutet worden.
Am Wochenende wird es vielerorts ungemütlich
Die gute Nachricht: Langsam kehrt in Deutschland der Frühling ein. Die schlechte Nachricht: Davor wird es vielerorts ungemütlich. Zum Wochenende hin gibt es vor allem in der Westhälfte viel Regen, ab und an auch mit Schneeflocken vermischt, und der Wind dreht auf.
Das sagt die Presse zur Festnahme von Ex-Prinz Andrew
Nach der Festnahme von Ex-Prinz Andrew herrscht in Großbritannien Aufruhr. Die Polizei sucht weiter nach Hinweisen. Medien und Öffentlichkeit warten auf neue Details, sind sich in vielen Dingen jedoch bereits einig:
Die britische Tageszeitung "The Times" wähnt die Monarchie in der "größten Krise seit der Abdankung".
Die australische Zeitung "Sydney Morning Herald" spricht von einer Schande für das Königshaus:
Der jüngere Bruder des Königs hat Schande über sich selbst und die königliche Familie gebracht – im größten Skandal, der das Haus Windsor je erschüttert hat. Mit seiner Festnahme beginnt für Andrew Mountbatten-Windsor eine Phase, die den bereits angerichteten enormen Schaden weiter verschlimmern dürfte. Bemerkenswert an der Festnahme ist, dass sie nichts mit seinem Umgang mit Frauen oder seiner Beziehung zu Virginia Roberts Giuffre zu tun hat, die in den letzten zehn Jahren im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit um den ehemaligen Prinzen stand. (...)
Die ebenfalls australische Zeitung "The Age" befürwortet die Festnahme, warnt jedoch vor voreiligen Schlüssen zum Untergang der Monarchie:
Für Mountbatten-Windsor gibt es kein Mitgefühl. Seine Festnahme am Donnerstag erfolgte Jahre nach den Enthüllungen über seine Verbindungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und Jahre nach der Veröffentlichung des berüchtigten Fotos, das ihn mit der Hand an der Taille von Virginia Roberts Giuffre zeigt, die ihn der sexuellen Nötigung beschuldigte. (...) Doch niemand sollte voreilige Schlüsse über den Niedergang der Monarchie ziehen. Ja, die Öffentlichkeit hat sich von Andrew abgewandt. Er hat jedoch keine königlichen Pflichten mehr, und seine Titel wurden ihm aberkannt. Und Charles erfreut sich weiterhin immenser Beliebtheit. (...)
Für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" endet mit der Festnahme ein stillschweigendes Privileg:
Die Festnahme von Andrew Mountbatten-Windsor ist ein Paukenschlag. Nicht, weil damit bereits seine Schuld bewiesen wäre, sondern weil damit ein stillschweigendes Privileg endet, das viel zu lange Bestand hatte: dass die Herkunft davor schützt, zur Verantwortung gezogen zu werden. (...) Skandale wurden ausgesessen, Probleme verwaltet, nicht aufgearbeitet. Diese Zeiten sind jetzt eindeutig vorbei. Das hat auch damit zu tun, dass sich die britische Gesellschaft verändert hat. Sie ist misstrauischer geworden gegenüber Eliten und sensibler für Machtmissbrauch. Privilegien werden nicht mehr akzeptiert.
Und die norwegische sozialliberale Zeitung "Dagbladet" blickt vor allem Richtung USA:
Die Festnahme von Andrew Mountbatten-Windsor erhöht den Druck auf US-Präsident Donald Trump und Justizministerin Pam Bondi. Wenn die Briten in der Lage sind, Vorwürfen gegen einen ehemaligen Royal nachzugehen, ist es für die USA geradezu peinlich, dass die Behörden offenbar ihre Spitzenpolitiker schützen.
Internationaler Flughafen soll nach Trump benannt werden
Der internationale Flughafen von Palm Beach in Florida soll nach US-Präsident Donald Trump benannt werden. Das Parlament im US-Bundesstaat Florida billigte am Donnerstag ein Gesetz zur Umbenennung des Flughafens. Die republikanischen Abgeordneten unterstützten den Gesetzentwurf weitgehend, während die Demokraten die Umbenennung ablehnten. Der Entwurf geht nun an den Gouverneur von Florida, den Republikaner Ron DeSantis. Er hat sich noch nicht dazu geäußert, ob er ihn unterzeichnen wird.
Klage gegen Andrew? Der britischen Monarchie droht das Ende
Der andauernde Skandal um den Ex-Prinzen Andrew reiht sich in die Erschütterungen des britischen Königshauses der vergangenen Jahre ein, wie ntv-Reporterin Katharina Delling ausführt. Im Land regt sich zunehmend Widerstand gegen die eigene Monarchie.
Drei Millimeter zu lang: Berliner Polizei verteilt fehlerhafte Lineale
Irgendetwas stimmt da nicht! Schon im Dezember 2025 bemerkt ein Schüler, dass ein Werbe-Lineal der Berliner Polizei nicht korrekt misst. Statt exakt 15 Zentimeter sind es 3 Millimeter zu viel. Eine stichprobenartige Kontrolle ergab nun, dass auch weitere Lineale des Herstellers ungenau waren. Die Polizei informierte zwar den Hersteller, allerdings zu spät: Rechtliche Ansprüche sind mittlerweile verjährt. Aus Kulanz erstattete das Unternehmen dennoch eine pauschale Summe.
Denn der Schaden war nicht ganz unerheblich: Die Lineale waren 2023 in einer Auflage von 10.000 Stück für rund 3500 Euro angeschafft und ab 2024 bei Veranstaltungen verteilt worden. Künftige Bestellungen sollen bei Lieferung jetzt nachgemessen werden, hieß es.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
die CDU wählt heute ihre Führungsgremien neu. Für den Vorsitz tritt zum dritten Mal in Folge Kanzler Friedrich Merz als einziger Kandidat an. Er war 2022 mit 95,3 Prozent gewählt und 2024 mit 89,8 Prozent im Amt bestätigt worden. Mit Spannung erwartet wird, wie er nun nach fast zehn Monaten im Amt und zum Auftakt eines Wahl-Marathons abschneidet. Zum ersten Mal seit ihrer Regierungszeit nimmt die Ex-Kanzlerin Angela Merkel wieder an einem Parteitag teil. Sie wird aber nicht reden.
Das wird heute außerdem wichtig:
SPD und FDP treffen sich ebenfalls zu Wahlkampfveranstaltungen in Darmstadt und Achern.
In Berlin kommt der BSW-Parteivorstand zur Klausurtagung zusammen.
In Neu-Delhi beginnt der letzte Tag des Gipfeltreffens zur Künstlichen Intelligenz.
Zum 800. Todestag in diesem Jahr werden die sterblichen Überreste des Gründers des Franziskanerordens, des Heiligen Franziskus, erstmals öffentlich ausgestellt.
In Frankfurt am Main beginnt der Prozess gegen acht Männer nach einem tödlichen Kopfschuss am Hauptbahnhof Frankfurt. Hintergrund der Tat am 20. August 2024 soll eine Familienfehde in der Türkei gewesen sein.
In Köln beginnt außerdem der Prozess gegen zwei Angeklagte wegen eines illegalen Autorennens mit zwei Toten.
Mit dem FSV Mainz 05 und dem Hamburger SV treffen zum Auftakt des 23. Bundesliga-Spieltags um 20:30 Uhr zwei Abstiegskandidaten aufeinander.
Mein Name ist Leah Nowak, ich begleite Sie heute durch den frühen "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: leah.nowak@ntv.de.
Trump will Atomabkommen mit Saudi-Arabien ohne übliche Auflagen
US-Präsident Donald Trump strebt laut einem dem Kongress vorgelegten Dokument ein ziviles Atomabkommen mit Saudi-Arabien an, das auf zentrale Sicherheitsauflagen verzichten würde. Der Entwurf enthält demnach nicht das Zusatzprotokoll der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), das weitreichende Kontrollrechte wie unangemeldete Inspektionen vorsieht. Zudem würde das Abkommen Saudi-Arabien die Urananreicherung und Wiederaufarbeitung von Brennelementen ermöglichen – Technologien, die auch für den Bau von Atomwaffen genutzt werden können.
Mordermittlung nach Tod eines rechten Aktivisten in Lyon
Nach dem gewaltsamen Tod eines rechten Aktivisten in Lyon wird gegen sieben Verdächtige wegen vorsätzlichen Mordes ermittelt. Die 20- bis 26-Jährigen sollen einem Haftrichter vorgeführt werden, wie Staatsanwalt Thierry Dran mitteilte. Einige räumten ein, den 23-jährigen Studenten geschlagen zu haben, bestritten jedoch eine Tötungsabsicht. Nach weiteren Beteiligten wird gefahndet. Der Angriff hatte sich am Rande einer Veranstaltung der linken Partei La France Insoumise (LFI) ereignet. Konservative und rechte Politiker vermuten ein linksradikales Täterumfeld mit Verbindungen zur Partei.
Ein Festgenommener ist laut Staatsanwaltschaft parlamentarischer Mitarbeiter eines Abgeordneten der Linksfraktion, drei ordnen sich selbst der radikalen Linken zu. Präsident Emmanuel Macron verurteilte jede Form politischer Gewalt und forderte extreme Parteien - von links wie von rechts - zur Selbstreinigung auf.
Eric Dane: "Grey's Anatomy"-Star stirbt mit 53 Jahren an ALS
Der aus der Erfolgsserie "Grey's Anatomy" bekannte US-Schauspieler Eric Dane ist im Alter von 53 Jahren an den Folgen der Nervenkrankheit ALS gestorben. Mehrere US-Medien berichten unter Berufung auf eine Erklärung seiner Familie über den Tod des Darstellers, der seine Erkrankung im April vergangenen Jahres öffentlich gemacht hatte. Noch im Oktober hatte sich Dane kämpferisch gezeigt: Er wolle die schwere Krankheit nicht akzeptieren und für seine Familie da sein, hatte er in einem Video gesagt.
ALS ist unheilbar und greift das zentrale und periphere Nervensystem an. In "Grey’s Anatomy" verkörperte Dane sechs Jahre lang den plastischen Chirurgen Dr. Mark "McSteamy" Sloan und wurde damit einem Millionenpublikum bekannt.