Der Tag
1. Juni 2026
imageHeute mit Johanna Ohlau
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09:41 Uhr

"Bombiger" Bluetooth-Name - Flugzeug kehrt über dem Atlantik um

Wer schon mal nach dem Wlan in einem Mehrfamilienhaus gesucht hat oder in einer Menschenmenge ein Gerät per Bluetooth koppeln wollte, weiß: Menschen können richtig witzige Namen für ihre Geräte und Netzwerke auswählen. Doch der Bluetooth-Name eines Geräts auf einem Flug von Newark im US-Bundesstaat in New Jersey nach Palma de Mallorca war ganz und gar nicht lustig für die Crew, wie es aussieht: Wie Menschen auf Reddit und mehrere Medien berichten, soll die Crew die Passagiere plötzlich dazu aufgefordert haben, ihre Bluetooth-Geräte abzuschalten - schließlich auch mit deutlichen Worten und einer Frist. Andernfalls sei der Rückflug zum Startflughafen nötig. So kam es am Ende auch und den Berichten nach soll das FBI am Boden bereits auf Flug 236 von United Airlines gewartet haben.

Die Geschichte klärt sich dann wohl so auf: Wie das Flugportal "AirLive" unter Berufung auf Mitschnitte der Kommunikation von Fluglotsen berichtet, habe ein 16-Jähriger an Bord seinem Bluetooth-Lautsprecher den Namen "Bomb" als Scherz gegeben. Der Name seines Lautsprechers sei dann auf den Geräten seiner Mitreisenden und der Crew aufgetaucht. Da der Teenager das Gerät trotz mehrfacher Aufforderung nicht nachkam, entschloss sich der Kapitän nach einer Stunde in der Luft zum Rückflug. Erst Stunden später trafen die 190 Passagiere dann am Zielflughafen auf der Mittelmeerinsel ein.

"Bombiger" Bluetooth-Name - Flugzeug kehrt über dem Atlantik um
08:53 Uhr

Rechtsruck erfasst Down Under: Populisten erstmals in Umfragen in Australien vorn

Nicht nur in der Mode gibt es Trends, sondern auch in der Politik und Australien wird nun wohl auch von einem in vielen westlichen Industrienationen zu beobachtenden Rechtsruck erfasst: Die für radikale Anti-Einwanderungs-Politik, muslimfeindliche Parolen und wirtschaftlichen Protektionismus nach dem Motto "Australians First" bekannte Partei "One Nation" schob sich erstmals an die Spitze einer landesweiten Umfrage, die das Wirtschaftsblatt "Australian Financial Review" in Auftrag gegeben hatte. Die Partei, zurzeit bloß mit zwei Mandaten im australischen Unterhaus vertreten, legte in der Umfrage um vier Prozentpunkte auf 31 Prozent der Wählerstimmen zu. Die regierenden Sozialdemokraten von Premierminister Anthony Albanese rutschten mit nur noch 28 Prozent (minus vier) auf Rang zwei ab. Die konservative Opposition ist intern zerstritten und weit abgeschlagen. Ob die Rechtspopulisten dann tatsächlich so stark abschneiden werden, ist fraglich – und dürfte auch davon abhängen, inwiefern US-Präsident Donald Trump und seine "America First"-Politik den nächsten Wahlkampf Down Under beeinflussen.

Rechtsruck erfasst Down Under: Populisten erstmals in Umfragen in Australien vorn
08:21 Uhr

Forschungsministerin Bär würde "sofort in Raumschiff steigen"

Wer als Normalo in Berlin hoch hinaus will, dem bleibt wohl nur der Berliner Fernsehturm - also bei etwa 200 Metern Höhe ist Schluss. Deutlich höher hinaus möchte Forschungs- und Raumfahrtministerin Dorothee Bär: Die CSU-Politikerin wäre selbst gerne Astronautin. "Absolut! Ich würde sofort in ein Raumschiff steigen", sagte Bär in einem Interview der Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Es lässt keinen Astronauten kalt, auf die Erde runterzuschauen und deren Schönheit sehen zu dürfen." Sie selbst habe sich für einen Parabelflug angemeldet, um einmal Schwerelosigkeit erleben zu dürfen, berichtet die Ministerin.

Dorothee-Baer-CSU-Bundesministerin-fuer-Forschung-Technologie-und-Raumfahrt-gibt-bei-ihrem-Besuch-an-der-Brandenburgischen-Technischen-Universitaet-BTU-Cottbus-Senftenberg-ein-Pressestatement-Baer-informierte-sich-bei-ihrem-Antrittsbesuch-in-Brandenburg-ueber-mehrere-Forschungsprojekte-und-den-neu-entstehenden-Lausitz-Science-Park
Dorothee Bär von der CSU würde ihr Business-Kostüm gern mal gegen einen Astronauten-Anzug eintauschen. (Foto: picture alliance/dpa)
Forschungsministerin Bär würde "sofort in Raumschiff steigen"
07:38 Uhr

Geburtstag einer Ikone: Marilyn Monroe wäre heute 100 geworden

Vor mehr als sechs Jahrzehnten schloss sie ihre Augen für immer, aber die Popkultur prägt sie bis heute: Marilyn Monroe. Die Hollywood-Ikone wäre heute 100 Jahre alt geworden. Die wasserstoffblondierte Lockenmähne, ihre kurvige Sanduhr-Figur und das sinnliche Muttermal direkt über dem Mund - häufig wurde Norma Jean Baker, wie Marilyn Monroe bürgerlich hieß, nur als Sexsymbol gesehen und darauf reduziert. Doch sie war sehr viel mehr als das und wollte auch nicht nur als "Objekt der Begierde" wahrgenommen werden. Sie gründete ihre eigene Produktionsfirma, um ernstere Rollen zu spielen und mehr Kontrolle über ihre Arbeit zu erlangen. Nichtsdestotrotz war ihr klar, dass sie das Image der "lustigen Blondine" weiter aufrechterhalten sollte - wohl einer der ersten Fälle von "Personal Branding". Marilyn Monroe war eine Kunstfigur, eine Rolle, die sie mit Bravour beherrschte, und so in ihrem nur sehr kurzen Leben zur Hollywood-Legende mit einer Strahlkraft weit über ihren Tod hinaus machte. Monroe starb im Alter von 36 Jahren.

Geburtstag einer Ikone: Marilyn Monroe wäre heute 100 geworden
06:55 Uhr

Gegen Dumping: Köln verlangt Mindestpreise für Mietwagen-Fahrten

Statt mit dem Taxi fahren immer mehr Menschen gern mit günstigeren Anbietern wie Uber oder Bolt. In Köln wird die Fahrt nun aber wohl wieder teurer: Ab sofort gelten in der Stadt am Rhein Mindestpreise bei Mietwagenfahrten - nur noch maximal 20 Prozent günstiger als mit einem Taxi. Dadurch sollen nach Angaben der Stadt gleiche und faire Wettbewerbsbedingungen geschaffen werden. Eine entsprechende Allgemeinverfügung der Stadt ist nun in Kraft getreten.  "Dass es jetzt mit den Mindestpreisen losgeht, ist eine Erleichterung für die ganze Branche", sagte Alexander Mönch, Deutschland-Chef der Taxi-Vermittlungsplattform Freenow. Köln beweise hier "echten Pioniergeist". Als Nächstes müssten einheitliche Rahmenbedingungen auf Bundesebene geschaffen werden, fordert er.

Gegen Dumping: Köln verlangt Mindestpreise für Mietwagen-Fahrten
06:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

Kanzler Friedrich Merz muss sich seit Tagen mit einem hartnäckigen Gerücht befassen: ihn mit dem NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst zu ersetzen. Diese Gedankenspiele, die es innerhalb der Union Berichten zufolge geben soll, nannte der CDU-Chef "wüste Spekulationen". Nun gibt es heute ein lange geplantes Treffen auf Einladung der NRW-CDU - mit Kanzler und Ministerpräsident. Merz soll im sauerländischen Meschede als Gast eine Rede halten - ein sonst eher durchschnittlicher Termin im Kalender eines Kanzlers, aber aufgrund der "Kanzlertausch"-Gerüchte weckt dieses Aufeinandertreffen großes Interesse. Zudem stehen noch ein paar wenige Termine im Kalender:

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Kanzler und Kanzler in spe? "Quatsch", sagt Friedrich Merz (links). (Foto: picture alliance / Ulrich Baumgarten)
  • Wird die Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich an Deutschland ausgeliefert? Das Landgericht Pilsen in Tschechien will am Nachmittag seine Entscheidung über die Auslieferung verkünden. Neonazi Liebich war Anfang April an der Grenze zwischen Tschechien und Deutschland festgenommen worden und sitzt seitdem in tschechischer Haft. 

  • Nach dem Terroranschlag auf feiernde Menschen in Bielefeld wird am Morgen das Urteil erwartet. Die Bundesanwaltschaft hat für den geständigen Angreifer und mutmaßlichen IS-Terroristen Mahmoud M. am Düsseldorfer Oberlandesgericht die Höchststrafe beantragt: lebenslange Haft wegen vierfachen versuchten Mordes. Zudem sei die Schwere der Schuld festzustellen und anschließende Sicherungsverwahrung anzuordnen. 

  • In Bad Saarow wird das Ostdeutsche Wirtschaftsforum fortgesetzt. Unternehmer, Politiker und Verbandsvertreter diskutieren über "die neue (Un-)Ordnung". Dort wird heute Gitta Connemann von der CDU zu Gast sein. Bundeswirtschaftsministerin Reiche musste laut Veranstalter kurzfristig absagen und schickt als Vertretung ihre Parlamentarische Staatssekretärin.

Hier geht's zur Sendung der Kolleginnen und Kollegen von "Deutschland am Morgen":

Mein Name ist Johanna Ohlau. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an johanna.ohlau[at]ntv.de. Starten Sie gut in den Tag.

Das wird heute wichtig
06:04 Uhr

Italien: Ab sofort Geld zurück bei Stau auf der Autobahn

Das ist doch mal eine Ansage: In Italien soll es jetzt Geld zurück geben, wenn man auf einer gebührenpflichtigen Autobahn wegen einer Baustelle lange im Stau steht. Wird die normale Fahrzeit deutlich überschritten, müssen die Autobahn-Betreiber ihren Kunden die Maut teilweise oder sogar komplett zurückzahlen. Autofahrer sollen bereits Geld zurückbekommen, wenn die Fahrt auf einer Strecke von knapp 100 Kilometern zehn Minuten länger dauert als üblich. Sollten Sie also in diesem Sommer mit dem Auto auf dem Weg nach Südtirol, in die Toskana oder nach Neapel sein, dann könnte sich zu viel Betrieb auf den Autobahnen in Italien für Sie lohnen. Doch die Sache hat für Ausländer einen Haken: Die Rückzahlung zu erhalten, ist nicht ganz einfach. Dafür müssen Sie sich in einer italienischen App registrieren mit einer italienischen Steuernummer. Dies ist auch für Nicht-Italiener möglich, aber umständlich. 

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Laut ADAC ist Italien eines der Länder in Europa mit den höchsten Mautgebühren. Die neue Regelung erscheint dem Automobil-Club zu kompliziert. (Foto: picture alliance / Wagner)
Italien: Ab sofort Geld zurück bei Stau auf der Autobahn