Höchste Hitze-Alarmstufe in Teilen von Spanien - bis zu 42 Grad möglich
Wegen befürchteter Temperaturen von bis zu 42 Grad hat der spanische Wetterdienst Aemet für Teile von drei östlichen Regionen des Landes die höchste Hitze-Alarmstufe Rot ausgerufen. Teile der Regionen Aragonien, Katalonien und Valencia mit bei Touristen beliebten Stränden und Städten wie Barcelona gehörten zu den am schwersten betroffenen Gebieten der erneuten Hitzewelle in Südeuropa, hieß es zur Begründung. Die Hitzewelle soll bis mindestens Donnerstag dauern.
Auch Spaniens Nachbarland Frankreich leidet unter der aktuellen Hitzewelle. Für Dienstag rief der Wetterdienst Météo-France für 61 Départements die zweithöchste Alarmstufe Orange aus. Erwartet wurden demnach 35 bis 41 Grad, die höchsten Temperaturen davon im Südwesten. In den Pyrenäen kämpft die französische Feuerwehr gegen einen Waldbrand, durch den nach Behördenangaben mindestens 16 Menschen verletzt wurden. Auch in Portugal wüten derzeit Waldbrände.
Durchschnittliche Lebenserwartung steigt um mehrere Monate
Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt ist bei beiden Geschlechtern auf neue Höchstwerte gestiegen: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts betrug sie 2025 für Frauen 83,6 Jahre und für Männer 79,1 Jahre. Wie die Behörde mitteilte, stieg die Lebenserwartung damit verglichen mit dem Vorjahr um knapp zwei Monate bei den Frauen und um etwa drei Monate bei den Männern.
Während der Corona-Jahre hatte es Rückgänge der Lebenserwartung bei Geburt gegeben, seitdem ging es aber für Frauen und Männer bergauf. Verglichen mit dem Jahr 2022 legte die Lebenserwartung bei Frauen statistisch gesehen um neun Monate und bei Männern um fast 13 Monate zu. Für die einzelnen Bundesländer gibt die Behörde Dreijahreszeiträume an, also aktuell den Zeitraum 2023 bis 2025. Hier lag Baden-Württemberg vorn, sowohl bei den Frauen (84,4 Jahre) als auch bei den Männern (80,3 Jahre). Die niedrigsten Werte gab es für Frauen im Saarland (82,0 Jahre) und für Männer in Sachsen-Anhalt (76,4 Jahre). Die Differenz zwischen den Geschlechtern zugunsten der Frauen ist in Mecklenburg-Vorpommern mit über sechs Jahren am größten.
"Lächerlicher" Nato-Beitrag? Wadephul kontert Trump
Bundesaußenminister Johann Wadephul verteidigt vor dem Nato-Gipfel in Ankara die deutschen Verteidigungsausgaben gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump. "Wir schauen auf die Zahlen und die zeigen nach oben", sagte der CDU-Politiker im "Deutschlandfunk". Deutschland werde das Ziel von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung bis Ende des Jahrzehnts erreichen. "Wir übertreffen bei unseren Ausgaben viele unserer Partner", so Wadephul. "Es wird auch in Washington gesehen, was Deutschland macht."
Trump hatte vor dem zweitägigen Nato-Gipfel in Ankara erneut die Höhe der Verteidigungsausgaben großer europäischer Partner wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien kritisiert. Auch Deutschlands Nato-Beitrag nannte er "lächerlich".
Saugroboter explodiert - Australier lebensgefährlich verletzt
Saugroboter erfreuen sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit, doch dieser Vorfall in Australien dürfte Nutzer eines solchen Alltagshelfers aufhorchen lassen: Im australischen Perth ist ein Saugroboter explodiert - ein 25 Jahre alten Mann wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Das Gerät sei Ende vergangener Woche in der Küche seines Hauses im Vorort Brabham plötzlich in Flammen aufgegangen, berichtete der Sender Sky News Australia unter Berufung auf die Feuerwehr und die Familie des Mannes. Das Opfer erlitt bei dem Unglück Verbrennungen an 75 Prozent seines Körpers. Fenster seien zudem aus dem Haus gerissen und Wände durch das Feuer geschwärzt worden. Die Brandermittler stuften die Ursache derweil als Unfall infolge eines Defekts an dem Gerät ein.
Mindestens 15 Tote und Hunderte Verletzte durch Gewitterstürme in China
Durch Gewitter und starke Stürme sind in Zentral- und Südchina mindestens 15 Menschen getötet und Hunderte weitere verletzt worden. Die Zahl der Verletzten betrage derzeit 275, berichteten staatliche Medien. Aus einigen Regionen seien auch Tornados gemeldet worden. Zehntausende Menschen seien evakuiert worden, neun Menschen würden vermisst.
In der südlichen Region Guangxi riefen die Behörden in der Hauptstadt Nanning die höchste Hochwasser-Alarmstufe aus, nachdem sintflutartige Regenfälle Dämme zum Bersten gebracht hatten. Durch den Regen brachen unter anderem Teile der Mauer eines Staudamms. Videoaufnahmen zeigten, wie eine Flut aus schlammigem Wasser durch die zerborstene Betonstruktur bricht.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
es ist ein folgenschweres Urteil, das heute in Paris erwartet wird. Für Marine Le Pen als Frontfrau der französischen Rechten geht es darum, ob sie Präsidentin werden kann. Das Pariser Berufungsgericht könnte das verhindern. Es entscheidet im Verfahren um den Verdacht der Scheinbeschäftigung über die Schuldfrage und mögliche Bestrafung der streitbaren Nationalistin. Um 13.30 Uhr will das Gericht seine Entscheidung verkünden. Zur besten Sendezeit am Abend will Le Pen dann im Fernsehen bekanntgeben, ob sie sich um Frankreichs höchstes Staatsamt bewirbt.
Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:
In einer angespannten internationalen Lage kommen die Staats- und Regierungschefs der Nato-Länder zu ihrem Gipfeltreffen in Ankara zusammen. Dort geht es unter anderem um weitere Milliardenhilfen für die Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland.
Das Europäische Parlament stimmt über eine Untersuchung gegen die Europapartei der AfD wegen möglicher Verstöße gegen EU-Grundwerte ab. Sollte die zuständige Überwachungsbehörde offenkundige und schwerwiegende Verstöße feststellen, könnte die von der AfD mitgegründete Organisation Europa der souveränen Nationen (ESN) ihre Registrierung als europäische Partei und damit EU-Fördermittel in Millionenhöhe verlieren.
Ein Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft: Um 18 Uhr kommt es zum Duell zwischen den Weltstars Lionel Messi und Mohamed Salah. Für einen von ihnen wird die WM beendet sein, wobei Titelverteidiger Argentinien mit Messi als Favorit in das Spiel gegen Ägypten geht. Um 22 Uhr spielt dann die Schweiz gegen Kolumbien.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Nilofar Breuer und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an nilofarkathleen.breuer[at]ntv.de.
Girlgroup-Sängerin Lauren Bennett stirbt im Alter von 37 Jahren
Die Popwelt trauert um Lauren Bennett. Die Sängerin, die als Mitglied der Girlgroups Paradiso Girls und G.R.L. bekannt wurde und 2011 auf dem Welthit "Party Rock Anthem" von LMFAO zu hören war, ist im Alter von 37 Jahren gestorben. Die Nachricht verkündeten ihre früheren G.R.L.-Bandkolleginnen in einem gemeinsamen Beitrag auf Instagram. "Unsere Herzen sind gebrochen, und wir können gar nicht in Worte fassen, wie viel sie uns bedeutet hat", schreiben Natasha Slayton, Emmalyn Estrada und Paula van Oppen in ihrem Statement. Eine Todesursache nannten die Musikerinnen nicht.
Pläne für Krankschreibungen gehen an größtem Kostentreiber für Krankenkassen vorbei
Mit ihren Plänen löste die schwarz-rote Koalition eine hitzige Debatte aus: Die Pflicht zur Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung soll auf den ersten Krankheitstag vorgezogen werden - die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung soll es nicht mehr geben. Bundeskanzler Friedrich Merz begründete das Vorhaben damit, dass der Krankenstand gesenkt werden solle. Jetzt zeigt eine Analyse des BKK Dachverbandes der Betriebskrankenkassen zu Krankschreibungen: Nicht kurze Erkältungen, sondern lange schwere Krankheiten sind die großen Kostentreiber für gesetzliche Krankenversicherungen. "Es sind die langen, oft Muskel-Skelett und psychisch bedingten Ausfälle, die zum eigentlichen Kostentreiber werden", sagte Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes.
Das Krankengeld - das erst ab dem 43. Krankheitstag gezahlt wird und damit vor allem Menschen mit langwierigen Erkrankungen betrifft - zähle inzwischen mit 21,6 Milliarden Euro zu den größten Ausgabepositionen der gesetzlichen Krankenversicherung überhaupt, so die BKK. 2025 entfielen demnach mehr als ein Viertel aller Fehltage auf den Bezug von Krankengeld. Die Krankengeldtage seien in den vergangenen zehn Jahren um 24,4 Prozent gestiegen.
Zahl der Toten in Venezuela steigt auf mehr als 3500
Nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 3500 gestiegen. Mindestens 3535 Menschen seien bei dem Unglück am 24. Juni ums Leben gekommen, erklärte die venezolanische Regierung. 16.740 Menschen wurden demnach verletzt. Zur Zahl der noch Vermissten machte die Regierung keine Angaben. Die Behörden des südamerikanischen Landes haben es bisher vermieden, sich dazu zu äußern. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen könnte die Zahl der Vermissten aber bei bis zu 50.000 liegen. Andere Schätzungen gehen eher von einer Zahl nahe 10.000 aus.
Am 24. Juni hatten kurz hintereinander zwei starke Erdbeben den Norden Venezuelas erschüttert. Am schwersten betroffen war der nördlich der Hauptstadt Caracas gelegene Bundesstaat La Guaira, in dem die gleichnamige Hafenstadt liegt.