Der Tag

Der TagDer Wolf mischt im Wahlkampf in Niedersachsen mit

05.10.2017, 07:19 Uhr
bc94d11e4cf5d31320b5693f96bf086d
(Foto: dpa)

Seit einigen Jahren gibt es wieder Wölfe in Niedersachsen, was nicht ohne Probleme bleibt: Seit längerem beklagen Landwirte zunehmende Angriffe auf ihre Herden, Bürger befürchten Attacken auf Menschen. Für die Wahl am Sonntag kommender Woche spielt das Tier daher eine bedeutende Rolle.

  • Kurz vor dem Urnengang verständigten sich die rot-grüne Landesregierung und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vor wenigen Tagen auf ein Eckpunktepapier, das eine härtere Linie gegenüber "Problemwölfen" festlegt. Selbst die Tötung ganzer Rudel soll in Ausnahmefällen möglich werden.

  • Zuvor hatte die niedersächsische CDU den Druck in Sachen Wolf erhöht. Spitzenkandidat Bernd Althusmann forderte die Aufnahme des Tiers ins Jagdrecht. Der Bestand werde nicht gefährdet, wenn Wölfe, die für andere Tiere oder sogar Menschen gefährlich seien, von Revierförstern abgeschossen würden, sagte er.

  • Die Forderung nach einer Aufnahme ins Jagdrecht geht SPD und Grünen allerdings zu weit. Laut ihrem Eckpunktepapier wäre eine Tötung eine Einzelfallentscheidung, es gäbe keine regelmäßigen Abschüsse. Ein solches Vorgehen sei keine "zielführende Option".