Der TagDeshalb hofft die EU auf ein Aus der Todesstrafe in den USA

In der Europäischen Union undenkbar, in den USA noch Praxis: die Todesstrafe. In der EU keimt jetzt Hoffnung auf, dass diese "grausame und unmenschliche Bestrafung", wie ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell mitteilte, bald auch in den Vereinigten Staaten der Vergangenheit angehört. Hintergrund ist die kürzliche Ankündigung der US-Regierung, Hinrichtungen auf Bundesebene auszusetzen. "Dies ist ein erfolgversprechender erster Schritt", so der Sprecher. Man hoffe, dass er zu einem endgültigen Ende der Praxis auf Bundesebene führe und den Weg für die flächendeckende Abschaffung der Todesstrafe in den ganzen USA ebne.
Die Chancen haben sich mit dem Amtsantritt von US-Präsidenten Joe Biden erhöht: Dieser lehnt im Vergleich zu seinem Vorgänger Donald Trump die Todesstrafe ab. Trump hatte nach einer langen Pause Hinrichtungen auf Bundesebene wiedereinführen lassen. Daraufhin wurden ab Juli 2020 mehrere nach Bundesrecht verurteilte Straftäter per Giftspritze hingerichtet. Keine Auswirkungen hat die Entscheidung vorerst auf die Vollstreckung von Todesurteilen durch Bundesstaaten. Sie können weiter Hinrichtungen durchführen lassen.