Der TagDeutsche Post schafft Prio-Briefe ab
Wann haben Sie zuletzt eiligst was per Post verschickt? Bei mir kommt das - Digitalisierung sei Dank - nur noch sehr selten vor. Wer einen Brief schnell losschicken will, muss dafür ab dem kommenden Jahr etwas mehr bezahlen und ihn per Einschreiben versenden. Der sogenannte Prio-Brief werde Ende 2024 eingestellt, teilt die Deutsche Post mit. Beim Prio-Brief zahlt man einen Aufpreis von 1,10 Euro zum normalen Porto und bekommt dafür die Zusicherung, dass er "mit einer höheren Wahrscheinlichkeit" schon am nächsten Werktag ankommt. Der Prio-Brief ist eine Nische, ein großer Erfolg war er nie. Die Post begründete das Produkt-Aus damit, "dass Briefe nicht mehr die gleiche Eilbedürftigkeit wie vor 20 Jahren haben, als es noch nicht die breite Konkurrenz durch elektronische Medien gab." Der Preisaufschlag beträgt bei einem Einwurf-Einschreiben derzeit 2,35 Euro, etwa doppelt so viel wie beim Prio-Brief. Wie teuer das Einschreiben 2025 kosten wird, ist noch unklar.
Da gibt es ab Januar dann noch eine Sache zu beachten: Bisher sind die meisten Standardbriefe, die 85 Cent kosten, am nächsten Tag da - auch ohne Prio-Aufpreis. Das ändert sich: 2025 wird der Zeitdruck für die Post abgeschwächt, dann muss das Gros der Briefe erst nach drei Tagen ankommen.