Der TagDeutschland bleibt "Hochkonsumland" bei Alkohol
Wie schneidet Deutschland bei den gängigen Suchtmitteln ab? Das hat das "Jahrbuch Sucht 2022" untersucht und demnach werden hierzulande weniger Zigaretten geraucht, der Konsum von Shisha-Wasserpfeifentabak steigt aber weiter deutlich. Beim Alkohol bleibt Deutschland trotz Rückgängen nach wie vor im internationalen Vergleich ein "Hochkonsumland". An den Folgen des Rauchens und des Alkoholtrinkens sterben Jahr für Jahr mehrere Zehntausend Menschen bundesweit, betonten Experten in dem heute veröffentlichten Bericht. 2021 wurden in Deutschland 29,4 Milliarden Euro für Tabakprodukte ausgegeben. Im Jahr 2020 rauchten den aktuellsten Zahlen zufolge jede vierte Frau (24 Prozent) und jeder dritte Mann (34 Prozent) ab 18 Jahren. Beim Alkohol sei ebenfalls noch viel zu tun - auch wenn es durchaus Fortschritte gebe im langfristigen Vergleich. Während 1970 jeder Bundesbürger ab 15 Jahren im Schnitt 14,4 Liter Reinalkohol zu sich genommen hatte, waren es 2020 10,8 Liter. Dennoch: "In Deutschland wird zu viel Alkohol getrunken." Laut "Kenn-dein-Limit" betrug 2020 der Durchschnitt aller OECD-Länder pro Kopf nur 8,9 Liter.