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Der TagDeutschland verliert immer mehr Bäckereien

10.04.2020, 07:27 Uhr

Zahlreiche Bäcker und Fleischer in Deutschland haben auch im vergangenen Jahr aufgegeben. Der seit Jahren anhaltende Abwärtstrend setzt sich fort. Welche Folgen die Corona-Krise hat, hängt nach Einschätzung von Branchenverbänden insbesondere vom Geschäftsmodell der Betriebe ab.

Der kleine Dorfbäcker, der überwiegend Brot und Brötchen anbietet, dürfte nur einen relativ geringen Umsatzrückgang verzeichnen, sagte Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks. "Bäckern, die Catering anbieten, oder Kantinen beliefern, bricht dagegen ein großer Teil des Umsatzes weg". Das gelte auch für Bäckereien, die gleichzeitig ein Café betreiben oder für Verkaufsstellen an Bahnhöfen oder Flughäfen.

  • Ähnlich ist es im Fleischerhandwerk. "Fleischereien, die hauptsächlich über die Theke verkaufen und gut erreichbar sind, können derzeit eher Umsatzzuwächse verzeichnen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Fleischer-Verbandes, Martin Fuchs. "Liegen die Betriebe in 'leer gefegten' Stadtlagen oder haben sie einen hohen Catering-Anteil, dann müssen erhebliche Umsatzeinbußen getragen werden."

  • Die Zahl der in der Handwerksrolle eingetragenen Bäckereien sank um vier Prozent auf 10.491. Fünf Jahre zuvor waren es noch mehr als 12.600. Die Zahl der Fleischereien schrumpfte nach Daten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks um knapp 2,8 Prozent auf 12.552.

Quelle: ntv.de