Der TagDeutschland wegen Abschiebung nach Griechenland verurteilt
Immer wieder wird Griechenland für seinen Umgang mit Flüchtlingen kritisiert. In Zusammenhang mit einer Abschiebung in das Land verurteilt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte nun die Bundesrepublik Deutschland zu 8000 Euro Schadenersatz.
Geklagt hatte ein 1993 geborener Syrer, der 2018 zunächst nach Griechenland floh und anschließend weiter nach Deutschland reiste. Am Tag seiner Ankunft in Deutschland wurde er aufgrund eines Abkommens wieder nach Griechenland abgeschoben, obwohl er seine Absicht geäußert hatte, hier Asyl zu beantragen. In Griechenland wurde er dann für mehr als zwei Monate in einer Polizeistation inhaftiert.
Die deutschen Behörden hätten sicherstellen müssen, dass ein Flüchtling nach seiner Abschiebung nach Griechenland ein angemessenes Asylverfahren erhalte und keiner Misshandlung ausgesetzt sei, begründeten die Richter in Straßburg ihr Urteil.