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Der TagDidaktik-Chef beklagt: Deutscher Lehrplan zu stark entrümpelt

08.12.2023, 14:34 Uhr

In vielen asiatischen Ländern wird nach Auskunft eines Fachmanns im Mathematik-Unterricht mehr geübt und geprüft. Daher bekämen die Schülerinnen und Schüler mehr Rückmeldung als in Deutschland, sagte der Vorsitzende der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik, Prof. Reinhard Oldenburg. Eigentlich passten die deutschen Bildungsstandards besser zu den PISA-Tests. Bei der jüngsten Erhebung hatte Deutschland allerdings etwa im Vergleich zu Singapur, Japan und Korea deutlich schlechter abgeschnitten. Das sei ein bekanntes Paradoxon, sagte Oldenburg. In asiatischen und osteuropäischen Ländern werde häufig auch deutlich mehr Stoff unterrichtet als hierzulande. "In Deutschland wurden Lehrpläne sehr entrümpelt", sagte der Experte. 30 bis 40 Prozent des Inhalts seien in den vergangenen 20 Jahren weggefallen - und im Gegenzug nur moderat etwas hinzugekommen.

Der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Florian Fabricius, betonte mit Blick auf die Pisa-Ergebnisse, die mentale Gesundheit der Schülerinnen und Schüler werde so gut wie nicht gemessen. Keine Rolle spielten etwa das Stressniveau und Depressionen. Auch kämen Aspekte wie ökonomische, demokratische und berufliche Bildung zu kurz.

Quelle: ntv.de