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Der TagDrei Mädchen getötet: Rechte randalieren auch nahe Downing Street

31.07.2024, 21:36 Uhr

Nach der tödlichen Messerattacke in Southport ist ein Protest britischer Ultranationalisten nahe dem Regierungssitz Downing Street eskaliert. Es kam zu Handgemengen zwischen Rechten und der Polizei. Medienberichten zufolge warfen Randalierer Flaschen und Dosen, aber auch Feuerwerkskörper gegen den Zaun zur Downing Street. Mindestens ein Mann wurde festgenommen.

Die Protestaktion stand unter dem Motto "Enough is enough" (Genug ist genug). Teilnehmer riefen "Rule Britannia" und forderten in Sprechchören, die Einreise irregulärer Migranten zu stoppen. Falschnachrichten hatten das Gerücht in Umlauf gebracht, dass es sich beim Täter um einen irregulär eingereisten muslimischen Asylbewerber handele. Laut Polizei steht aber ein 17-Jähriger unter Mordverdacht, der in Großbritannien geboren wurde. Er soll am Montag drei Mädchen erstochen und acht weitere Kinder sowie zwei Erwachsene teils schwer verletzt haben.

In Southport nördlich von Liverpool hatten am Dienstagabend nach einer friedlichen Mahnwache etwa 200 bis 300 Rechtsradikale randaliert und die Polizei attackiert. Dabei wurden 53 Beamte verletzt, acht davon schwer.

Quelle: ntv.de