Der TagDrei Männer in den Hals gestochen - Frau gesteht Angriff vor Gericht
Zu Beginn des Prozesses um eine lebensbedrohliche Messerattacke auf mehrere Menschen in einem Bus in Siegen hat die Angeklagte die Taten eingeräumt. Am Vorabend des 30. August 2024 sei der Entschluss gereift, auf dem Stadtfest möglichst viele Menschen mit einem Messer anzugreifen, sagte die 32-Jährige im Landgericht Siegen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr unter anderem versuchten Mord vor.
In einem Bus, der zum Festgelände fuhr, habe sie drei jungen Männern in ihrer unmittelbaren Sitznachbarschaft jeweils in den Hals gestochen, räumte die Deutsche ein. Als sie auf die Kinder im Bus habe losgehen wollen, sei sie von hinten umfasst und entwaffnet worden. Wenig später habe sie sich ergeben und vorn im Fahrzeug auf ihre Festnahme gewartet.
Die drei schwer verletzten Männer schilderten als Zeugen vor Gericht, dass die Tat sie bis heute erheblich beeinträchtige. Sie sprachen von Panik und Angst, von Konzentrationsstörungen und Vertrauensverlust. "Seit diesem Tag bin ich nicht mehr der Mensch, der ich vorher gewesen bin", berichtete ein 24-jähriger Syrer, der seit dreieinhalb Jahren in Deutschland lebt und bei der Attacke schwer verletzt worden war.