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Der TagDrei Monate Putsch in Myanmar - 759 Tote

01.05.2021, 10:23 Uhr
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Drei Monate nach dem Putsch in Myanmar sind abermals Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Militärregierung und für die Rückkehr zur Demokratie zu protestieren. In der Wirtschaftsmetropole Yangon und in Mandalay, der zweitgrößten Stadt des Landes, kam es zu mehreren Kundgebungen. Auch in Dawei im Süden versammelten sich zahlreiche Menschen. Am 1. Februar hatte das Militär die Regierung abgesetzt und die De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi festgenommen. Seither kommt es immer wieder zu Protesten, obwohl Militär und Polizei zum Teil massiv gegen die Demonstranten vorgehen. Nach Angaben der Hilfsorganisation für politische Gefangene AAPP wurden bislang mindestens 759 Protestierende getötet.

"Unsere Sache - Demokratie", skandierten Demonstranten in Yangon und forderten die Freilassung führender Politiker, darunter Suu Kyi und zahlreiche Führungspersönlichkeiten der bis zum Putsch regierenden Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD). Laut AAPP wurden mehr als 3.400 Menschen festgenommen. Berichte über Gewalt im Zuge der Demonstrationen gab es zunächst nicht. Medien berichteten von mehreren kleineren Detonationen unter anderem in Yangon. Über mögliche Opfer oder Verantwortliche gab es keine Berichte. Ein Sprecher der Militärregierung war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Quelle: ntv.de