Der TagDutzende tote Hunde und Katzen in Türkei gefunden - neues Gesetz schuld?
Wenige Wochen nach der Verabschiedung neuer Regeln zum Umgang mit Straßentieren in der Türkei schlagen Tierschützer wegen tot aufgefundener Tiere Alarm. Die Organisation Haytap etwa teilte Videos im Netz, auf denen in Müllsäcke verpackte tote Hunde und Katzen zu sehen sind, darunter augenscheinlich auch Welpen und Kätzchen (die Bilder erspare ich Ihnen an dieser Stelle). Die Tiere seien teilweise noch lebend in Müllcontainern einer Einrichtung für Straßentiere der westtürkischen Gemeinde Gebze geworfen worden, so der Vorwurf der Organisation. Die staatsnahe Nachrichtenagentur DHA schrieb von 30 Hunden, 14 Katzen und einer Krähe. Der Hintergrund ist noch unklar.
Der Fall erregt vor allem vor dem Hintergrund einer jüngsten Gesetzesänderung Aufsehen: Im Juli hatte das türkische Parlament Regeln beschlossen, mit der die Tötung von Straßenhunden in bestimmten Fällen ermöglicht wird. Kommunen sind nun dazu verpflichtet, Straßenhunde einzufangen und in Tierheimen unterzubringen. Sie sollen, wenn möglich, an Besitzer vermittelt werden. Hunde, die als krank oder aggressiv eingestuft oder eine "Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier" darstellen, können eingeschläfert werden. Veterinäre sollen darüber entscheiden. Tierschützer protestierten massiv gegen das Vorhaben, weil sie eine Massentötung fürchten.