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Der TagE-Scooter auf Autobahn geworfen - Urteil: Mordversuch

26.03.2020, 13:54 Uhr
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Der E-Scooter landete auf der A40 - glücklicherweise ohne schlimmere Folgen. (Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Wurf eines E-Scooters auf die Autobahn 40 in Bochum sind zwei junge Männer wegen Mordversuchs verurteilt worden. Die Richter am Bochumer Landgericht verhängten dreieinhalb Jahre Haft beziehungsweise drei Jahre Jugendhaft.

  • Die 18 und 22 Jahre alten Deutschen hatten den 25 Kilo schweren E-Scooter eines Mietanbieters am 23. September 2019 vor einer Tunneleinfahrt über eine Absperrung gehievt und aus neun Metern Höhe auf die Fahrbahn geworfen.

  • Mehrere Autos waren in einen Unfall verwickelt worden, schwer verletzt wurde niemand.

  • "Der E-Scooter wurde quasi auf einen Blindflug geschickt", sagte Richter Johannes Kirfel beim Urteil. "Die Situation war nicht zu beherrschen." Die Angeklagten hätten Riesenglück gehabt, dass nicht mehr passiert sei.

  • Die beiden angeklagten Freunde hatten sich am Tattag mit Kräuterlikör betrunken. Der 18-Jährige hatte später fast drei Promille Alkohol im Blut.